Politik

Mexikos Präsident sagt Besuch ab Trump und Peña Nieto streiten am Telefon

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Stein des Anstoßes war die neue Grenzmauer zwischen Mexiko und den USA. Prototypen stehen schon.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Eigentlich wollte Mexikos Präsident Peña Nieto in den kommenden Wochen nach Washington reisen. Doch nun legt er seine Pläne, sich mit US-Präsident Trump zu treffen, auf Eis. Ein Telefongespräch der beiden hatte einen anderen Verlauf genommen als erhofft.

Ein hitziges Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto hat einem Bericht zufolge die Aussöhnung der beiden Politiker vorerst verhindert. Die Vorbereitungen für ein persönliches Treffen in Washington seien abgebrochen worden, nachdem die beiden Politiker bei einem Telefonat am Dienstag erneut wegen des umstrittenen Baus einer Grenzmauer zu Mexiko aneinandergeraten seien, meldet die "Washington Post". Demnach weigerte sich Trump, öffentlich anzuerkennen, dass er nicht von Mexiko erwarte, den Bau des geplanten Grenzwalls zu bezahlen.

Das Weiße Haus hatte Mitte Februar erklärt, dass ein Treffen der beiden Präsidenten vorbereitet werde. Peña Nietos Besuch war der "Washington Post" zufolge für Februar oder März anvisiert. Um sich eine öffentliche Demütigung zu ersparen, habe der mexikanische Präsident seine Reisepläne nun aber auf Eis gelegt.

Nicht die erste Absage

Peña Nietos Büro wollte den Bericht auf AFP-Anfrage nicht kommentieren. Der Mexikaner hatte bereits im Januar 2017 einen Besuch in Washington abgesagt, nachdem ihn Trump mehrfach brüskiert hatte.

Trump will mit der Mauer an der Grenze zu Mexiko nach eigener Aussage die illegale Einwanderung und den Drogenhandel eindämmen. Die Kosten für sein Prestigeprojekt will er dem Nachbarland aufbürden. Das aber lehnt Peña Nieto kategorisch ab. Trumps Verbalattacken gegen mexikanische Einwanderer und seine Drohung, das Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada aufzukündigen, belasten das Verhältnis der beiden Nachbarländer zusätzlich.

Trump und Peña Nieto waren sich zuletzt im Juli am Rande des G20-Gipfels in Hamburg persönlich begegnet. Die Amtszeit des mexikanischen Präsidenten endet in diesem Jahr.

Quelle: n-tv.de, asc/AFP

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