Politik

Sieg für Demokraten bei Wahl Trumps Mittelfinger-Gegnerin geht in Politik

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Dieses Bild kostete Briskman den Job. Doch es "öffneten sich andere Türen".

(Foto: AFP)

Die Radfahrerin, die 2017 wegen eines Stinkefingers gegen Donald Trump ihren Job verlor, tritt in Virginia ein politisches Amt an. Juli Briskman erringt für die Demokraten bei einer Kommunalwahl einen Sieg - und denkt dabei auch an die umstrittene Geste, die ihre politische Karriere befeuerte.

Ein gegen US-Präsident Donald Trump erhobener Mittelfinger hat sie berühmt gemacht - jetzt hat Juli Briskman bei einer Lokalwahl im Bundesstaat Virginia triumphiert. Die 52-Jährige, deren Protest gegen Trump 2017 auf einem Foto festgehalten worden war, errang nun ein politisches Amt im Bezirk Loudoun. In dem Distrikt befindet sich ein Golfkurs von Trump.

Ende 2017 hatte Briskman bei einer Fahrradtour der vorbeirauschenden Autokolonne von Trump den Stinkefinger gezeigt. Damals erklärte sie der "HuffPost": "Ich habe gedacht: Der ist schon wieder auf dem verdammten Golfplatz." Nachdem sie das Bild eines AFP-Fotografen mit ihrem erhobenen Mittelfinger im Internet geteilt hatte, verlor die alleinerziehende Mutter ihren Job.

Dafür hätten sich aber "andere Türen geöffnet", darunter die Aufforderung der Demokraten, sich für ein politisches Amt zu bewerben, sagte Briskman während des Wahlkampfes. Kurz nach ihrer Kündigung 2017 wurde im Internet sogar eine Spendenaktion initiiert, um Briskman zu helfen. Diese war äußerst erfolgreich und wurde von mehr als 3000 Menschen unterstützt.

Am Abend ihres aktuellen Triumphes konnte sie sich auch einen Link auf ihre umstrittene Anti-Trump-Geste nicht verkneifen: Briskman feierte ihren Sieg in einem Tweet, der mit dem Stinkefinger-Foto von damals verlinkt war. "Ich freue mich darauf, meine Freunde und Nachbarn im Bezirk Algonkian zu vertreten, die mich heute unterstützt haben! Ich bin so stolz, dass wir es geschafft haben. Vielen Dank, Loudoun!", twitterte sie voller Freude nach ihrem Wahlsieg. Die Demokraten setzten sich am Dienstag in Virginia auch im Kampf um die Mehrheiten in beiden Häusern des Regionalparlaments gegen Trumps Republikaner durch.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP