Politik

Wahlsieg nicht voreilig ausrufen Twitter verschärft Regeln vor US-Wahl

Verfrühte Behauptungen über den Wahlausgang werden laut Twitter kenntlich gemacht.

Verfrühte Behauptungen über den Wahlausgang werden laut Twitter kenntlich gemacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Warnhinweise an Tweets von US-Präsident Trump sind auf Twitter mittlerweile gang und gäbe. Auch Falschmeldungen bezüglich des Ergebnisses der US-Wahl will das Netzwerk mit gezielten Maßnahmen begegnen. Eine andere beliebte Plattform schließt sich an.

Der Kurzbotschaften-Dienst Twitter hat neue Maßnahmen ergriffen, um Falschmeldungen in Bezug auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen am 3. November zu verhindern. Kein Nutzer könne einen Wahlsieg verkünden, solange dieser nicht offiziell bestätigt oder durch die Prognosen von zwei unabhängigen überregionalen Medien belegt worden sei, teilte die Plattform nun mit.

"Die Twitter-Nutzer, einschließlich der Kandidaten, können keinen Wahlsieg ausrufen, bevor er nicht offiziell verkündet wurde", erklärte Twitter. Das Netzwerk werde Beiträge, die "verfrühte Behauptungen enthalten" kennzeichnen und die Leser auf eine offizielle Seite zu den US-Wahlen verweisen.

Welche Medien aus ihrer Sicht als zuverlässige Quelle für die Bestätigung des Wahlsiegers gelten, ließ die Plattform offen. Meist geben Nachrichtenagenturen wie Associated Press oder überregionale Sender wie ABC News, Fox News und CNN am Wahlabend die vorläufigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahl bekannt. Bestätigt wird das Wahlergebnis in der Regel erst mehrere Wochen später, wenn alle Stimmen ausgezählt sind.

Auch Facebook kündigte strengere Regeln an. So will der US-Internetkonzern unter anderem mit einem Werbeverbot gegen irreführende Informationen über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl vorgehen. Kurz nach Schließung der Wahllokale am 3. November dürften in dem führenden Online-Netzwerk keine Werbungen für politische oder soziale Belange mit Bezug zu dem Urnengang geschaltet werden, teilte das kalifornische Unternehmen mit. Einträge, die vorschnell einen der Kandidaten zum Sieger erklärten oder die Auszählungsergebnisse in Zweifel zögen, würden mit Hinweisen auf zuverlässige Informationen von Medien und Wahlbehörden versehen, führten Facebook-Manager bei einer Pressekonferenz aus.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP

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