"Kartelle beherrschen Mexiko"USA werden laut Trump auch an Land gegen Drogenkartelle kämpfen

Seit September wurden bei US-Angriffen auf angebliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik mehr als 100 Menschen getötet. Jetzt kündigt Trump offenbar auch Bodenangriffe gegen Kartelle an, ohne Details zu nennen. Unterdessen könnte die venezolanische Oppositionsführerin Machado Trump bald treffen.
Nach Angriffen auf See werden die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump auch an Land gegen Drogenkartelle vorgehen. "Wir werden damit beginnen, die Kartelle an Land zu bekämpfen. Die Kartelle beherrschen Mexiko", sagte Trump in einem am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. Nähere Angaben machte er nicht.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag bei einem Militäreinsatz Ziele in Venezuela angegriffen und Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die USA gebracht. Die Monate zuvor hatte Trump bereits Druck auf den linksnationalistischen Präsidenten aufgebaut.
Seit September haben die USA mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik und in der Karibik getötet. Trump hatte zudem gesagt, dass die USA außerdem eine Anlegestelle für solche Boote in Venezuela angegriffen hätten. Angriffe auf Kartelle in Mexiko würden allerdings eine massive Eskalation bedeuten.
In dem Interview mit Fox News hat Trump zudem ein Treffen mit der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado angekündigt. "Ich habe gehört, dass sie irgendwann nächste Woche hierherkommt. Ich freue mich darauf, sie zu begrüßen", sagte Trump.
Nach der Gefangennahme Maduros hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als Nachfolgerin Maduros geäußert. "Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt", sagte er am Wochenende. "Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung."
Trump verneinte die Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Die Oppositionsführerin lebte über ein Jahr im Untergrund und reiste im Dezember 2025 unter strenger Geheimhaltung zur Entgegennahme des Friedensnobelpreises nach Oslo aus. Wo sie sich derzeit aufhält, ist unbekannt. Nach ihrer Ausreise hatte sie angekündigt, nach Venezuela zurückzukehren. Ob sie dort politisch handlungsfähig wäre, bleibt angesichts des Drucks durch Sicherheitskräfte und Justiz offen.
Machado hatte sich jüngst überschwänglich bei Trump für die Festnahme Maduros bedankt. "Der 3. Januar wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat", sagte sie dem US-Sender Fox News.