Wichtige Militärfabrik im VisierUngewöhnlich heftiger ukrainischer Angriff sorgt für Aufsehen
Mit aus dem Westen gelieferten Waffen attackiert die Ukraine die russische Region Brjansk. Es gibt mehrere Einschläge in einem Komplex der Rüstungsindustrie. Die dort hergestellten Produkte werden offenbar für eine der gefährlichsten Raketen verwendet.
Die Ukraine hat laut eigenen Angaben erfolgreich eine Rüstungsfabrik in der russischen Region Brjansk mit britischen Storm-Shadow-Raketen angegriffen. Diese werden von den Streitkräften bereits seit Jahren eingesetzt, doch aufgrund der mangelnden Ausstattung sind Attacken selten.
Der Generalstab der ukrainischen Armee berichtete von erfolgreichen Angriffen auf das Mikroelektronikwerk Kremniy El. Es soll ein wichtiges Glied in der Produktionskette für Russlands hochpräzise Waffen sein. Das Werk sei auf Halbleitertechnik spezialisiert. Die Komponenten werden den Angaben zufolge für ballistische Iskander-Raketen genutzt, mit denen Russland sehr häufig die Ukraine attackiert.
Es gebe erhebliche Schäden an den Produktionsanlagen, so die Armee. Auf einem Video waren mehrere Einschläge in kurzer Zeit in einer großen Werkhalle zu sehen. Auch daneben gibt es Treffer. Zahlreiche Anwohner hielten die Attacken mit ihren Smartphones fest. Darin sind heftige Einschläge zu sehen. In kurzer Zeit steigen mehrere große Rauchsäulen auf.
"Mehr solcher Ziele wären mit Taurus zu teffen"
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm in einer Videoansprache Bezug auf den Angriff. "Diese Fabrik produziert Elektronik und Komponenten für russische Raketen. Die gleichen Raketen, die unsere Städte, Dörfer und Zivilisten beschießen."
"Mehr solcher Ziele wären auch mit Taurus zu treffen", schrieb der deutsche Militärexperte Nico Lange auf X. Gemeint sind die Marschflugkörper aus Deutschland, das die Lieferung seit Jahren verwehrt.
Der russische Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomasch, sprach von sechs getöteten und 37 verletzten Zivilisten. Die Verifizierung von ntv.de und auch mehrere OSINT-Analysten konnten als Ort des Angriffs die Fabrik für Mikroelektronik ausmachen. In der Nähe befindet sich auch zivile Infrastruktur.
