EiercodesWoher kommt das Ei?
Bei Eiern sind die Verbraucher besonders sensibel: Sie sollen nicht nur schmecken, der Kunde will auch wissen, was im Ei drin ist. Woran erkennt man die Herkunft der Eier?
Zum einen gibt es das Bio-Siegel, dass Verbraucherschutzministerin Renate Künast vor wenigen Monaten vorgestellt hat. Eier, die so markiert sind, wurden von ökologisch gefütterten Hennen im Freilandbetrieb gelegt.
Zwei weitere Systeme mit einem Zahlencode sind im Handel präsent:
Bei dem einen steht vorne ein Buchstabe für das Herkunftsland. Zum Beispiel ein D für Deutschland. Die ersten drei Zahlen stehen für den Vertragspartner, die letzten beiden für die Legefarm. Wichtig für den Konsumenten ist die vierte Zahl. Sie gibt Auskunft über die Legeart. Hier steht 1 für Freiland, 2 für Auslauf, 3 für Bodenhaltung, 4 für Volieren und 5 für Legebatterien.
Ein System freiwilliger Selbstkontrolle im Handel stellt KAT dar. Der Verein für Kontrollierte Alternative Haltungsformen gibt in der ersten Zahl die Haltungsform an. 0 steht hierbei für Bio, 1 für Freilandhaltung, Schlusslicht ist wiederum die 5 für Käfighaltung. Wichtig zu wissen: Eier mit KAT-Stempel sind konventionell und nicht ökologisch hergestellte Produkte!
Vorsicht auf dem Markt
Die Verbraucherverbände warnen immer wieder vor Schummeleien bei der Eier-Etikettierung auf Märkten. Mündliche Zusagen, es handle sich um Bio- oder Freilandeier sind selten etwas wert. Die Schummelqoute beträgt schon mal mehr als 60 Prozent. Die Eier-Herkunft sollte schriftlich dokumentiert oder auf dem Ei aufgestempelt sein. Aber auch im Supermarkt geht nicht immer alles mit rechten Dingen zu.