Politik

Erinnerung an "kroatisches Stalingrad" Zehntausende gedenken Massaker

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Die Trauer ist noch immer groß.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Vor 20 Jahren belagern serbische Verbände mit schweren Waffen und Panzern die kroatischen Stadt Vukovar und können sie erst nach drei Monaten einnehmen. Die siegreichen Serben verüben anschließend an den Kroaten die schwersten Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa.

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Vukovar im November 1991.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zehntausende Kroaten haben in Vukovar im Osten des Landes an die Zerstörung der Stadt vor 20 Jahren im Bürgerkrieg gedacht. Schätzungsweise 30.000 Menschen zogen zu den verschiedenen Brennpunkten des damaligen Krieges in Vukovar, das in Zagreb als "kroatisches Stalingrad" bezeichnet wird. Übermächtige serbische Verbände mit Panzern, schwerer Artillerie und Flugzeugen hatten erst nach drei Monaten die Stadt am 18. November 1991 einnehmen können.

Vukovar, das von hoffnungslos unterlegenen knapp 2000 Kroaten verteidigt worden war, wurde dem Erdboden gleichgemacht. Rund 1700 Menschen starben bei den Kämpfen.

Nach der Eroberung verübten serbische Verbände das bis dahin schwerste Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Aus dem örtlichen Krankenhaus wurde rund 200 Menschen zur Schweinefarm "Ovcara" abtransportiert, erschossen und in einem Massengrab verscharrt.

Quelle: ntv.de, dpa

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