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Bevölkerung wächst rasantLand der Sphinx

12.10.2007, 14:01 Uhr

Ägypten blickt auf eine einmalige Geschichte zurück. Hier stehen die Pyramiden, hier lebte Kleopatra, hier fließt der Nil.

Ägypten blickt auf eine einmalige Geschichte zurück. Die Pyramiden sind die einzigen der sieben Weltwunder der Antike, die bis heute erhalten geblieben sind. Und wer kennt nicht Ramses den Großen (1304-1213 v. Chr.), Tutanchamun (um 1343 bis um 1323) oder Nofretete (gestorben um 1338), die Ehefrau des Pharaos Echnaton, der vermutlich von 1351 bis 1334 regierte? Auch Kleopatra (69-30 v. Chr.), die zeitweilige Geliebte von Julius Caesar, der 44 v. Chr. in Rom ermordet wurde, ist heute eine Ikone.

Das moderne Ägypten ist ein moslemisches Land. Rund 90 Prozent der Ägypter sind Moslems. Rund 8 Prozent gehören der koptischen Kirche an und sind starken Repressionen von Staat und Gesellschaft ausgesetzt. Derzeit steht Präsident Muhammad Husni Mubarak an der Spitze des Landes. Ägypten hat als einziges Land im Nahen Osten mit Israel einen Friedensvertrag abgeschlossen.

Leben am Nil

Mit einer Fläche von rund einer Million Quadratkilometern ist Ägypten fast dreimal so groß wie Deutschland. Die Bevölkerung entspricht mit rund 77,5 Millionen Einwohnern nahezu der von Deutschland. Die Lebensader des Landes ist der Nil, an dessen Ufer die meisten Menschen leben. Er wird an seinem Oberlauf im Nasser-Stausees aufgehalten, der rund 5.500 Quadratkilometer unter Wasser setzt. Der Nil durchfließt Ägypten auf einer rund 1.550 Kilometer langen Strecke. Große Teile des Landes sind Wüstengebiete.

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten liegt Ägypten, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, im oberen "Mittelfeld". Von den Erwerbstätigen des Landes sind rund 55 Prozent im Dienstleistungssektor, 25 Prozent in der Landwirtschaft und 20 Prozent in der Industrie beschäftigt. Ein großes Problem ist das starke Bevölkerungswachstum mit dem die Schaffung neuer Arbeitsplätze nicht Schritt halten kann.