Archiv

Kosten im BlickWas sich 2018 bei den Strompreisen ändert

12.12.2017, 10:51 Uhr
steckdoserrr
Schon länger nicht mehr den Stromanbieter gewechselt? Ein Vergleich zeigt, ob es sich lohnt. (Foto: Getty Images/iStockphoto)

2018 gibt es einige Veränderungen beim Strompreis. Zum Beispiel fällt die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr niedriger aus, viele Stromanbieter senken deshalb ihre Preise. Trotzdem wird Elektrizität nicht für alle Verbraucher günstiger. Warum eigentlich nicht und was kann man tun?

Die meisten Stromanbieter unterscheiden zwischen dem Grundpreis und dem Arbeitspreis. Während der Grundpreis die fixen Kosten des Stromanbieters decken soll und pro Tag, Monat oder Jahr bezahlt werden muss, ist der Arbeitspreis verbrauchsabhängig und wird pro verbrauchter Kilowattstunde Strom vom Endkunden erhoben. So kommen auch eventuelle Nachzahlungen zustande.

Wie sich der Strompreis zusammensetzt

Doch hinter dem Strompreis, den der Energieversorger den Endkunden berechnet, steckt weit mehr: Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Viele dieser Bestandteile werden für jedes Jahr neu festgelegt – und zwar von staatlicher Stelle. Die Stromanbieter selbst können nur einen kleinen Anteil des Strompreises, den sie von ihren Kunden verlangen, selbst beeinflussen.

Ökostrom-Umlage sinkt

Zu den staatlich festgelegten Bestandteilen des Strompreises gehören neben der Mehrwertsteuer und der Stromsteuer diverse Umlagen, darunter die Ökostrom- oder EEG-Umlage. Mit dieser wird der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert. Die EEG-Umlage wird 2018 leicht sinken: Statt 6,880 beträgt sie 6,792 Cent pro Kilowattstunde. Berücksichtigt man alle Umlagen, so wird die Kilowattstunde Strom 2018 um 0,154 Cent günstiger als noch dieses Jahr.

Wieso Strom in manchen Regionen teurer ist

Das bekommen die Kunden aber nicht unbedingt zu spüren, natürlich senken nicht alle Stromanbieter ihre Preise. Denn einen großen Anteil am Strompreis haben auch die sogenannten Netznutzungsentgelte, die die Stromversorger für Instandhaltung, Betrieb und Ausbau des Stromnetzes an den jeweiligen Netzbetreiber bezahlen müssen. Die Netzentgelte variieren stark von Region zu Region. Sie sind der Grund, warum ein Tarif desselben Stromanbieters beispielsweise in Sachsen deutlich teurer sein kann als in Baden-Württemberg.

So kommen die Preisunterschiede zustande

Nicht alle Bestandteile des Strompreises werden dem Energieanbieter vorgegeben. Die Kosten für Beschaffung des Stroms und den Vertrieb können die Anbieter höher oder niedriger ansetzen. Sie bestimmen die Gewinnmarge des Energieversorgers. Die Anbieter wirtschaften hier sehr unterschiedlich. So kommt es, dass man für die gleiche Belieferungsstelle bei manchen Anbietern deutlich mehr bezahlt als bei anderen. Einen Überblick verschafft man sich am besten mithilfe eines Stromvergleichs. Dieser hilft Verbrauchern, an ihrem Wohnort verfügbare Stromanbieter zu finden, bei denen sie 2018 ihre Stromkosten senken können.

Günstige Stromanbieter finden Sie hier