Baden-WürttembergHeidenheim verpflichtet Stergiou als Hoffnungsträger

Ein meist nicht berücksichtigter Verteidiger vom VfB soll dem 1. FC Heidenheim im Kampf um den Klassenverbleib helfen. Vor dem Rückrundenauftakt in Wolfsburg haben sich die Abstiegssorgen verschärft.
Heidenheim (dpa/lsw) - Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga will der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim mit einem Neuzugang vom schwäbischen DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart die Wende einleiten. Verteidiger Leonidas Stergiou kommt vor dem Rückrundenstart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg bis zum Saisonende auf Leihbasis vom Landesrivalen.
Der 23-Jährige verfüge bereits "über beachtliche Erfahrung", sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald in einer Vereinsmitteilung. "Wir sind überzeugt davon, dass Leo uns in der aktuellen herausfordernden Situation mit seiner fußballerischen Qualität sowie seiner Einstellung auf dem Platz sofort weiterhelfen kann."
Stergiou ist nach den zuvor bereits angeschlagen verpflichteten Hennes Behrens und Christian Conteh der dritte Neuzugang in diesem Winter. Der Schweizer kam beim 3:2 der Stuttgarter am Dienstag gegen Frankfurt kurz vor dem Abpfiff zu seinem bisher einzigen Bundesliga-Einsatz in dieser Saison.
Mit mehr Einsatzzeiten möchte Stergiou, der bei VfB-Trainer Sebastian Hoeneß in der Verteidiger-Rangordnung hinten ansteht, auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme in diesem Sommer erhöhen. Über einen Wechsel des Rechtsverteidigers zum Ostalb-Club war seit Wochen spekuliert worden.
Abstiegskampf wird immer ungemütlicher
Vor der Reise nach Wolfsburg hatte sich die prekäre Situation des 1. FC Heidenheim im Abstiegskampf weiter verschärft. "Wir sind alles andere als gelassen. Das muss ich ehrlich zugeben. Das ist keine schöne Situation", räumte Trainer Frank Schmidt ein. Aus den beiden Spielen nach der Winterpause gegen den 1. FC Köln (2:2) und beim Abstiegsrivalen FSV Mainz 05 (1:2) hatte der FCH nur einen Punkt geholt.
"Das Positive ist, schlechter kann es jetzt nicht werden, sondern es kann nur besser werden", sagte Schmidt. Taktisch wolle er nicht viel herumdoktern. "Das verunsichert dann vielleicht eine Mannschaft noch ein Stück weit mehr."
Neuzugang Conteh, Bruder von Flügelflitzer Sirlord Conteh, ist nach einer kleinen Verletzung aus seiner Braunschweiger Zeit für Samstag noch kein Thema.