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Baden-WürttembergLunge nach Messerangriff verletzt – Angreifer in Haft

21.05.2026, 13:56 Uhr
Die-Polizei-konnte-den-mutmasslichen-Angreifer-identifizieren-und-festnehmen

Nach einem blutigen Streit wird ein Opfer lebensgefährlich an der Lunge verletzt. Wie ein Zeuge mit einem Gürtel wohl Schlimmeres verhindert.

Mannheim (dpa/lsw) - Ein 26 Jahre alter Mann ist nach einer schweren Messerattacke auf einen 31-Jährigen in Untersuchungshaft gekommen. Das Amtsgericht Mannheim erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Er soll mindestens viermal auf sein Opfer eingestochen haben. Dieses erlitt dadurch bis zu zehn Zentimeter tiefe Stichverletzungen mit einer Perforation der Lunge und einem hohen Blutverlust. Die Verletzungen seien lebensgefährlich gewesen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Er musste in einem nahegelegenen Krankenhaus notoperiert werden.

Zunächst soll der Verdächtige Anfang Mai zusammen mit einem unbekannten Begleiter mit dem 31-Jährigen in Streit geraten sein und mit einem Stock sowie einer Bierflasche auf ihn eingeschlagen haben. Ein Zeuge trennte die Beteiligten zunächst.

Zeuge versuchte Angreifer mit Gürtel auf Abstand zu halten

Wenige Stunden später sei der 31-Jährige und der Zeuge zum Mannheimer Skulpturenplatz zurückgekehrt. Dort trafen sie erneut auf die Angreifer. Der 26-Jährige soll daraufhin mit einem Messer auf die beiden zugelaufen sein. Zunächst habe der Zeuge mit einem Gürtel nach dem Angreifer geschlagen, um ihn auf Abstand zu halten und um den Angriff abzuwehren. Doch der Verdächtige habe sich nicht abhalten lassen. Dann kam es zu den mehrfachen Messerstichen im Bereich des linken Schulterblatts und des Lendenbereichs. Der Zeuge zog das Opfer weg und verhinderte weitere Angriffe.

Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich den Angaben zufolge ein dringender Tatverdacht gegen den 26-Jährigen. Beamte nahmen ihn am Dienstag fest. Ein Haftrichter setzte den Haftbefehl in Vollzug, der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt. Worum es ursprünglich bei der Auseinandersetzung ging, blieb zunächst unklar.

Quelle: dpa

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