Baden-WürttembergMaschinenbauer melden kleines Auftragsplus zum Jahresauftakt

Nach drei Jahren Flaute gibt es für Baden-Württembergs Maschinenbauer erste Lichtblicke. Warum die wichtige Branche dennoch vorsichtig bleibt.
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Maschinenbauer aus dem Südwesten sind mit einem leichten Auftragsplus ins Jahr gestartet. Bei den Neubestellungen habe es im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat ein preisbereinigtes Plus von einem Prozent gegeben, teilte der Geschäftsführer des regionalen Ablegers des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Dietrich Birk, in Stuttgart mit. Die Inlandsaufträge gingen demnach um fünf Prozent zurück, während die Bestellungen aus dem Ausland um vier Prozent zulegten.
Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum von November 2025 bis Januar 2026 zeigen sich den Angaben zufolge ebenfalls positive Signale: Die Bestellungen lagen vier Prozent über dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland wurden zwölf Prozent mehr Order verbucht. Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen hingegen auf Vorjahresniveau.
Zaghafter Aufwind nach Durststrecke
"Die leichte Stabilisierung der Auftragslage verschafft dem Maschinenbau im Südwesten etwas Luft, auch wenn einige Stimmungsindikatoren zuletzt einen besseren Jahresauftakt erwarten ließen", wird Birk in einer Mitteilung zitiert.
Mit Blick auf die kommenden Monate gab er sich vorsichtig: Die nach wie vor unberechenbare US‑Zollpolitik und der Iran-Krieg dürften die aktuell ohnehin schwache Investitionsbereitschaft auf der ganzen Welt weiter bremsen. Für neue Wachstumssignale im Inland sei außerdem die Politik gefordert, den Reformstau anzugehen, hieß es.
In Baden-Württemberg ist der Maschinenbau - neben der Autoindustrie - einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in der Branche beschäftigt. Der VDMA im Land vertritt mehr als 800 Firmen. In den drei zurückliegenden Jahren hatten die Maschinen- und Anlagenbauer Auftragsrückgänge verzeichnet.