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Baden-WürttembergPublic Viewing zwischen Altar und Anpfiff

26.06.2026, 13:20 Uhr
Zum-ersten-Public-Viewing-erschienen-mehr-als-200-Besucher

Fußball schauen, wo sonst gebetet wird - die evangelische Stadtkirche in Bad Cannstatt macht es möglich. Während der Fußball-WM werden dort die Deutschlandspiele öffentlich ausgestrahlt.

Stuttgart (dpa/lsw) - Fußballtrikots, Bier und Fanjubel. Was nach einem Biergarten klingt, findet in der gut gekühlten evangelischen Stadtkirche im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt statt. Dort kann am Montag auch das nächste WM-Spiel der deutschen Mannschaft bei einer Public-Viewing-Runde verfolgt werden.

Fußball und Kirche - passt das zusammen? Für Pfarrer Alexander Stölzle auf jeden Fall. "Fußball bringt Millionen von Menschen zusammen, das ist auch die Idee von Kirche." Bisher wurden dort alle Deutschlandspiele ausgestrahlt. "Wir gehen fest davon aus, dass Deutschland Weltmeister wird, daher zeigen wir natürlich bis zum Finale alle Spiele."

In dem Kirchengebäude ist es angenehm kühl, ohne dass besonders nachgeholfen werden muss. Im hinteren Teil werden kalte Getränke verkauft. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen möchte die Stadtkirche neben den Deutschlandspielen noch weitere Turniere ausstrahlen. Absprachen dafür würden laufen, so Pfarrer Stölzle.

Zweihundert Fußballfans in der Kirche

Zum ersten Public Viewing erschienen mehr als 200 Besucher und auch die Folgespiele waren trotz später Uhrzeit gut besucht. Das Angebot richte sich an alle, die Interesse haben, vorbeizukommen, so Pfarrer Stölzle.

Unter den Zuschauenden sind generationsübergreifend Familien, Senioren und junge Menschen. Was Pfarrer Stölzle beobachtet: "Auch die Menschen, die normalerweise nicht zum Public Viewing kommen würden, finden bei uns Anschluss."

Die Stimmung am Donnerstagabend war ausgelassen und die Rückmeldung aus dem Publikum positiv. "Es ist ein tolles Angebot. Es ist kühl, die Versorgung stimmt und es bringt Leute auch mal wieder in die Kirche, die normalerweise nicht hingehen", sagte ein 35-jähriger Mann. Ähnlich äußerte sich eine Familie, die auch bei den letzten Spielen in der Kirche war: "Ist mal etwas anderes und hier drin ist es angenehmer, als irgendwo draußen beim Public Viewing."

Quelle: dpa

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