BayernBakterien im Wasser – Gesundheitsamt ordnet Abkochen an

Bakterien im Trinkwasser: Wer in Erbshausen-Sulzwiesen bei Würzburg wohnt, muss jetzt das Wasser aus der Leitung abkochen.
Würzburg (dpa/lby) - Im Trinkwasser des Ortsteils Erbshausen-Sulzwiesen in der unterfränkischen Gemeinde Hausen sind Bakterien gefunden worden. Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg teilte mit, das Wasser müsse deshalb abgekocht werden.
Grund ist der Nachweis von Enterokokken. Für Enterokokken im Trinkwasser liegt der Grenzwert bei 0/100 ml. Das heißt, in 100 Millilitern Wasser dürfen sich keine Bakterien befinden. Dieser Grenzwert wurde bei einer Routineuntersuchung mit 1/100 Milliliter überschritten. Die Gemeinde sei aufgefordert, die Ursache für die Verunreinigung zu ermitteln.
Es sei nicht von einer konkreten Gefährdung auszugehen, sondern handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Dennoch solle Wasser abgekocht werden, wenn es
zum Trinken
zum Zubereiten von Lebensmitteln
zum Waschen von Obst, Gemüse und Salat
fürs Zähneputzen
für den Geschirrabwasch
oder etwa zur Wundreinigung oder zum Nasenspülen verwendet wird.
Abkochen heiße: Einmal sprudelnd aufkochen und dann langsam etwa zehn Minuten abkühlen lassen. Eine Alternative zu abgekochtem Trinkwasser ist die Versorgung mit Flaschenwasser aus dem Handel.
Enterokokken gehören zur normalen Dickdarmflora des Menschen sowie zahlreicher Säugetiere und von Vögeln. Sie können jedoch verschiedene Entzündungen hervorrufen.