BayernMit 1,4 Promille und Tempo 100 vor Polizei geflüchtet

Polizeikontrollen am "Car-Friday" - und dann eine spektakuläre Verfolgungsfahrt gleich tags darauf: Mit 100 Sachen und 1,4 Promille flüchtet ein Autofahrer vor der Polizei.
Ingolstadt/ Burgau (dpa/lby) - Mit Tempo 100 ist ein 23-Jähriger in Ingolstadt vor der Polizei geflüchtet und hat dabei mehrere rote Ampeln überfahren. Zum Zeitpunkt der Flucht habe nur geringer Verkehr geherrscht, so dass andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet wurden, teilte die Polizei mit. Die riskante Flucht endete schließlich in der Hofeinfahrt der Wohnadresse des Fahrers – der rasch vom Fahrersitz auf den Beifahrersitz wechselte. Beim Aussteigen behauptete er, er sei gar nicht gefahren.
Die Ermittlungen vor Ort klärten schnell die Hintergründe: Der Mann besaß keinen gültigen Führerschein und hatte zudem Alkohol und Drogen konsumiert. Auf ihn kommt ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr sowie verbotenem Kraftfahrzeugrennen zu, wie die Beamten berichteten.
Fahranfänger im Visier
Bereits am Vortag war ein 18 Jahre alter Fahranfänger mit seinem Wagen auf der Autobahn 8 bei Burgau (Landkreis Günzburg) vor der Polizei geflüchtet und hat dabei einen Unfall verursacht. Der junge Mann habe sich einer Kontrolle entzogen und sei dann mit massiv überhöhter Geschwindigkeit davongefahren, teilte die Polizei mit.
Der 18-Jährige beschleunigte trotz dichten Verkehrs auf über 200 Kilometer pro Stunde und geriet zunächst außer Sicht der Beamten. An einem Stauende nutzte er die Rettungsgasse zur weiteren Flucht, verlor die Kontrolle und prallte gegen die Mittelleitplanke. Wenig später stoppte die Polizei den 18-Jährigen auf einem Parkplatz. Das Auto war nicht zugelassen und die Kennzeichen wurden missbräuchlich verwendet. Der Fahrer musste seinen gerade erworbenen Führerschein abgeben. Gegen ihn wird unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Polizei kassiert weitere Autos am Car-Freitag
Im Rahmen sogenannter Car-Friday-Kontrollen geriet im schwäbischen Senden (Landkreis Neu-Ulm) ein weiterer 18-jähriger Autofahrer ins Visier der Polizei. Auch er flüchtete mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit vor einer Streife und musste sich vorerst von seiner Fahrerlaubnis verabschieden.
Ebenfalls am Karfreitag kontrollierte die Polizei im oberbayerischen Penzberg einen Wagen – am Steuer saß eine 17-Jährige ohne Führerschein, daneben die 45 Jahre alte Mutter. Die Beamten stoppten die Fahrt, gegen die Jugendliche wird nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Ebenfalls eine Anzeige bekommt ihre Mutter, die aber nach Vorzeigen des Führerscheins weiterfahren durfte.
Als Car-Freitag wird der Karfreitag in der Auto- und Tuning-Szene bezeichnet, an dem sich vielerorts Autofans versammeln – häufig begleitet von verstärkten Polizeikontrollen.