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BayernBayern sehen meistens rote Eichhörnchen

20.01.2026, 16:39 Uhr
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Sie sind schnell, können fantastisch klettern und genießen ein extrem gutes Ansehen bei Groß und Klein: Eichhörnchen. Welche Farbe das Fell hat, verrät oft etwas über den Ort der Sichtung.

München (dpa/lby) - Die Mehrheit der Eichhörnchen in Bayern hat rotes oder rot-graues Fell. Dies geht aus der Zwischenbilanz eines Projektes zu den possierlichen Nagetieren des Bund Naturschutz (BN) hervor. Demnach hatten von mehr als 91.000 beobachteten Tieren in den vergangenen sechs Jahren 39 Prozent das klassisch rote Fell, jeweils 13 Prozent verfügten über einen rot-grauen oder einen braun-grauen Pelz. 33 Prozent hatten dagegen ein dunkelbraunes und schwarzes Fell. Bei zwei Prozent war die Zuordnung nicht eindeutig möglich.

Im Nordwesten Bayerns dominierten demnach weiterhin rote Eichhörnchen, in den östlichen und südlichen Regionen Bayerns wurden überwiegend dunkelbraune bis schwarze Tiere gemeldet. In Übergangslandschaften – etwa im Oberpfälzisch-Obermainischen Hügelland, im unterbayerischen Hügelland oder auf den Isar-Inn-Schotterplatten – würden beide Farbvarianten etwa gleich häufig auftreten.

Etwa 60 Prozent aller gemeldeten Eichhörnchen-Sichtungen stammten aus Städten und Siedlungsräumen, teilte der BN mit. Hier profitierten die Tiere von Grünanlagen und Baumbeständen. Wälder, Wiesen und Agrarlandschaften folgen mit deutlichem Abstand.

"Dass viele Meldungen aus Städten kommen, bedeutet aber nicht, dass es im Wald weniger Eichhörnchen gibt", sagte Projektleiterin Martina Gehret. "In urbanen Räumen sind sie einfach sichtbarer und die Beteiligung an Citizen Science-Projekten ist dort besonders hoch." Eichhörnchen seien daher ein wertvoller Indikator für den Zustand unserer Ökosysteme, da sie sensibel auf Veränderungen im Nahrungsangebot, in der Lebensraumstruktur und auf Zerschneidung durch Straßen reagierten.

Absoluter Spitzenreiter bei den gemachten Meldungen ist die Landeshauptstadt München mit annähernd 18.000 Meldungen, gefolgt von Nürnberg mit etwas mehr als 6.000.

Quelle: dpa

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