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BayernBischof Jung: Keine regionalen Konflikte in globaler Welt

25.12.2022, 08:35 Uhr
Franz-Jung-Bischof-von-Wuerzburg-aufgenommen-im-Innenhof-des-Bischofshauses
(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Würzburg (dpa/lby) - Der Würzburger Bischof Franz Jung hat am Heiligen Abend im Kiliansdom auf die Folgen des Krieges in der Ukraine für die ganze Welt hingewiesen. "Einmal mehr wird uns nach der Erfahrung der Pandemie bewusst, dass es in der globalen Welt keine regionalen Konflikte mehr gibt", sagte Jung laut vorab verbreitetem Redemanuskript in der Christmette am Samstagabend. "Ein Krieg an einem Ort dieser Welt, mag er auch fern von uns scheinen, berührt uns unmittelbar."

Die Folgen erreichten die ganze Menschheit, mit fehlenden Weizenlieferungen nach Afrika, mit Energieknappheit in Europa und mit der Unterbrechung der Lieferketten weltweit. "Der ferne Krieg ist uns näher als uns lieb sein kann."

Viele sehnten sich nach einem Lichtblick. "Denn wohin man momentan auch schaut, sieht es eher finster aus." Vor allem der Krieg mache Angst: "Wie lange wird er wohl noch lange anhalten? Wird man den Konflikt begrenzen können oder droht er, zu einem Flächenbrand zu werden? Wir spüren, dass wir schon mehr in diesen Krieg involviert sind, als uns lieb sein kann. Nicht nur durch die Unterstützung eines Volkes, das um seine Freiheit kämpft, sondern auch durch die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, um den Grauen des Krieges zu entkommen."

Weihnachten sei hier das große Friedensangebot Gottes an die Welt. "Dieser Friede ist Wirklichkeit. Ob er auch für uns Wirklichkeit wird, hängt an uns selbst."

Quelle: dpa

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