BayernGewitter bremsen Flugzeuge und Züge aus - Bald mehr Sonne?

Unwetter haben in Bayern Bahnfahrern und Fluggästen zusätzliche Geduld abverlangt. Starker Regen ließ Keller volllaufen und überschwemmte Straßen. Doch die Wetteraussichten versprechen Besserung.
München (dpa/lby) - Teils heftige Gewitter haben in Bayern Züge ausgebremst und am Münchner Flughafen Verzögerungen verursacht. Wegen der Wetterlage sei dort am Vormittag für 30 Minuten ein Abfertigungsstopp ausgerufen worden, teilte die Betreibergesellschaft auf Nachfrage mit. "Dies geschieht aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Passagiere und Beschäftigten vor elektrischen Entladungen."
In dieser Zeit dürften die Flugzeuge nicht be- und entladen werden und Passagiere können nicht aus- oder einsteigen, teilte der Flughafen mit. "Dieser Umstand verursacht in der Regel auch Verzögerungen im regulären Flugbetrieb." Wegen der Wetterlage seien insgesamt rund 100 Starts und Landungen gestrichen worden.
Der Deutsche Wetterdienst hatte am Vormittag in der Region nordöstlich von München vor Gewittern mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 35 Litern pro Quadratmeter und Stunde sowie Sturmböen und Hagel gewarnt.
Blitzeinschlag in Stellwerk verursacht Bahn-Probleme
Schon in der Nacht waren Einsatzkräfte in mehreren Regionen wegen der Unwetter gefordert. Vor allem in Oberfranken, Unterfranken und Oberbayern habe es einige umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Sturmschäden gegeben, hieß es von Polizei und Feuerwehr.
Besonders betroffen war Aschaffenburg, wo am frühen Morgen keine Züge mehr fahren konnten, nachdem Blitze in ein Stellwerk eingeschlagen hatten. Die Streckensperrung wurde laut DB Regio am Morgen aufgehoben.
Etwa 300 Feuerwehreinsätze in und um Aschaffenburg
"Wir sind derzeit bei einer Einsatzzahl von circa 300", sagte ein Feuerwehrsprecher am Vormittag. 175 davon seien in Aschaffenburg gewesen. Hauptsächlich sei es um vollgelaufene Keller in Privathäusern, Firmen und Schulen gegangen. Zudem seien Unterführungen mit Wasser vollgelaufen.
Die Stadt warnte am Morgen, dass nach dem Unwetter Äste von Bäumen abbrechen könnten. Einrichtungen wie Friedhöfe oder Spielplätze könnten deshalb gesperrt sein.
In Schwaben kam es laut Polizei schon am Dienstagabend wegen Starkregens zu mehreren Unfällen auf der Autobahn 8. Auf der A7 seien zudem drei Menschen leicht verletzt worden, als ihr Wagen bei einem Aquaplaning-Unfall gegen eine Leitplanke prallte.
Sommerwetter kehrt voraussichtlich zum Wochenende zurück
Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ließ auf eine Beruhigung der Lage in den kommenden Tagen hoffen. Am Donnerstag sollte demnach voraussichtlich oftmals wieder die Sonne zwischen den Quellwolken hervorschauen. Nur vereinzelt könne es Schauer geben.
Freitag könnte es demnach noch sonniger werden, am Samstag sogar wieder richtig sommerlich - im Norden des Freistaats sogar bei Höchstwerten um die 30 Grad.