BayernGlauber: Viertes Ministerium für Freie Wähler "Minimum"

München/Forchheim (dpa/lby) - Bayerns amtierender Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat ein viertes Ministerium für seine Partei in der künftigen Staatsregierung als "Minimum" bezeichnet. "Ein viertes Ministerium ist das Minimum, sonst brauchen wir gar nicht weiterzureden", sagte Glauber am Donnerstag dem Online-Portal "fraenkischertag.de". "Ich verstehe gar nicht, wie das zur Debatte stehen könnte." Freie Wähler und CSU hatten am Donnerstag in München die Gespräche über die Bildung einer neuen Koalitionsregierung begonnen.
Die Freien Wähler hatten in der vergangenen Legislaturperiode mit Hubert Aiwanger (Wirtschaft), Michael Piazolo (Kultus) und Glauber (Umwelt) drei Minister in der von der CSU geführten Koalitionsregierung gestellt. Hinzu kamen zwei Staatssekretäre mit Kabinettsrang.
Die Freien Wähler argumentieren, der Zugewinn von 4,2 Prozent der Stimmen gegenüber 2018 bei gleichzeitig leichten Verlusten der CSU rechtfertige ein viertes Ministerium für den kleineren der beiden Partner. Die CSU betont, die Freien Wähler seien 2018 mit insgesamt fünf Kabinettsposten schon besser weggekommen, als das damalige Wahlergebnis gerechtfertigt hätte.
Denkbar erscheint auch ein völlig neuer Zuschnitt der Ministerien mit einer veränderten Gesamtzahl. Bisher bestand die Staatsregierung neben der Staatskanzlei aus zwölf Ministerien.