Regionalnachrichten

BayernTempo 100 auf Autobahnen? Greenpeace rückt mit Aufklebern an

08.06.2026, 08:41 Uhr
Die-Aktivisten-rueckten-mit-einer-Leiter-an

Greenpeace-Aktivisten fordern ein Tempolimit als Antwort auf die Energiepreis-Krise. Wie eine Aktion an der Autobahn 93 ihre Forderungen unterstreicht.

Kiefersfelden (dpa/lby) - Umweltschutzaktivisten haben am Autobahn-Grenzübergang Kiefersfelden in Oberbayern ein Verkehrsschild überklebt, um für ein Tempolimit von 100 auf deutschen Autobahnen zu werben. Aus Sicht von Greenpeace ist ein generelles Tempolimit die einfachste, schnellste und kostengünstigste Maßnahme, um der Energiepreis-Krise zu begegnen. Es würde Emissionen senken, die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und Geld sparen.

Am frühen Morgen rückten Aktivisten an der Autobahn 93 mit einer Leiter an und überklebten das entsprechende Schild, das eine Richtgeschwindigkeit von 130 auf deutschen Autobahnen empfiehlt, mit der Zahl 100. Nach Angaben von Greenpeace gab es ähnliche Aktionen auch an anderen Orten in Deutschland.

"Seit 100 Tagen, seit dem Angriff auf den Iran, gucken wir gebannt auf die Preisachterbahn an den Tankstellen", sagte Lena Donat, Expertin für Mobilität bei der Umweltschutzorganisation, in Kiefersfelden an der Grenze zu Österreich. "Das Tempolimit ist wirkungsvoll, es ist kostenlos und es hat nur Vorteile. Es senkt den Spritverbrauch und macht uns damit unabhängiger von Öl, es schützt das Klima quasi sofort und es schützt Menschenleben." Die Bundesregierung müsse alles daran setzen, um Deutschland aus dem Klammergriff der fossilen Konzerne zu lösen, forderte Donat. Ein Tempolimit sei dafür ein erster Schritt.

Quelle: dpa

Regionales