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BayernWer führt künftig die Landessynode?

23.03.2026, 03:33 Uhr
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Die Landessynode der evangelischen Kirche in Bayern hat sich neu formiert. Und sucht nun eine Präsidentin oder einen Präsidenten.

Bayreuth (dpa/lby) - Die frisch gewählte Landessynode der evangelischen Kirche in Bayern (ELKB) tagt derzeit in Bayreuth. Wichtigstes Thema: die Suche nach einem neuen Präsidium. Heute (Montag) wählen die Mitglieder eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Die bisherige Präsidentin Annekathrin Preidel war nicht mehr zur Wahl der neuen Landessynode angetreten.

Das Kirchenparlament entscheidet über die wichtigen Fragen der evangelischen Kirche im Freistaat - vom Haushalt bis zur Wahl des neuen Landesbischofs.

Die Landessynode hat 108 Mitglieder: 89 sind von den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern der Gemeinden im vergangenen Dezember gewählt worden. Darunter sind sowohl Ehrenamtliche als auch Pfarrerinnen und Pfarrer. 63 der 89 Gewählten sind den Angaben zufolge neu in der Synode; der Frauenanteil liegt bei 56 Prozent.

Es warten große Herausforderungen

Dazu kommen drei Vertreter der Evangelisch-Theologischen Fakultäten und drei Jugendsynodale. 13 Menschen werden berufen - aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Medien, Diakonie, Kultur und kirchlichen Einrichtungen. Die Synode ist Teil der Kirchenleitung.

Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind groß: Die evangelische Kirche verliert Jahr für Jahr viele Mitglieder - durch Austritt, aber auch, weil viel mehr Kirchenangehörige sterben als neu getauft werden. Im Vorjahr rutschte die Mitgliederzahl der Landeskirche im Freistaat unter die Zwei-Millionen-Marke. Das kratzt einerseits an der Relevanz der Institution - andererseits hat das auch handfeste finanzielle Folgen. Der Landeskirche stehen tiefe Einschnitte bevor.

Quelle: dpa

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