Berlin & Brandenburg80-Jähriger getötet: Angeklagter Sohn will aussagen

Ein Mann meldet sich bei der Polizei und gesteht, seinen Vater getötet zu haben. Polizisten finden in dessen Wohnung in Berlin-Buch tatsächlich eine Leiche. Ein Tatmotiv war zunächst unklar.
Berlin (dpa/bb) - Ein 50-Jähriger soll seinen 80-jährigen Vater im Schlaf mit einem Hammer geschlagen und dann mit einem Jagdmesser auf ihn eingestochen haben. Rund fünf Monate nach dem tödlichen Angriff steht der Sohn vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord. Der Verteidiger kündigte zu Prozessbeginn an, dass sich sein Mandant am zweiten Verhandlungstag am 27. Februar umfassend äußern werde.
Der Angeklagte soll sich in der Nacht zum 14. September 2025 mit einem ihm überlassenen Schlüssel in die Wohnung seines Vaters in Berlin-Buch geschlichen haben. Dem schlafenden Mann versetzte er laut Anklage zunächst mit einem Zimmermannshammer mehrere wuchtige Schläge gegen den Kopf. Anschließend habe er mit einem Jagdmesser wiederholt auf den Vater eingestochen.
Angeklagter rief Polizei an
Der 50-jährige Deutsche soll einige Tage nach dem Angriff die Polizei angerufen und mitgeteilt haben, seinen Vater getötet zu haben. Polizisten suchten die Adresse auf und fanden eine Leiche. Motiv und nähere Hintergründe der Tat seien zunächst noch unklar, hieß es damals. Der Sohn wurde festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Das Verhältnis von Vater und Sohn, einem Büroinformationselektroniker, sei eigentlich gut gewesen, hieß es nun am Rande der Verhandlung. Für den Prozess sind bislang vier weitere Tage bis zum 20. März vorgesehen.