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Berlin & BrandenburgVerstärkt Betrüger-Schockanrufe auf Russisch – hohe Schäden

26.02.2026, 16:30 Uhr
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Trickbetrüger setzen auf Emotionen und russische Sprache: In Berlin verlieren Senioren Hunderttausende Euro durch raffinierte Fakeanrufe.

Berlin (dpa/bb) - Sogenannte Schockanrufe von Betrügern in russischer Sprache treten seit Jahresbeginn verstärkt auf. Bis zum 24. Februar waren es allein in Berlin bisher rund 20 Taten mit einer Schadenssumme von rund 400.000 Euro, wie die Polizei mitteilte.

Die Anrufer würden sich ganz gezielt an russischsprachige Berliner wenden, meist in höherem Alter. Am Telefon weine dann etwa eine angebliche Verwandte, weil sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Dann übernimmt ein angeblicher Polizist das Gespräch und verlangt eine sofortige hohe Kaution. Die Anrufe gibt es auch in abgewandelten Formen. Seit Januar würden in hoher Frequenz russischstämmige Menschen angerufen.

So ging am Montag ein 84-jähriger Mann in Spandau ans Telefon und wurde von seiner vermeintlichen Schwiegertochter dringend um Geld gebeten. Später erschien ein Bote und holte eine Summe ab.

Die Polizei betonte in deutscher und russischer Sprache: Niemals verlange sie am Telefon Geld. "Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Sie am Telefon um Geld gebeten werden." Immer sollte bei Familienangehörigen nachgefragt werden. "Übergeben Sie niemals Geld an Mittelspersonen oder Ihnen unbekannte Menschen."

Quelle: dpa

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