Berlin & BrandenburgNeuer Ausbruch der Newcastle-Krankheit in Brandenburg

In Brandenburg gibt es einen weiteren Ausbruch der Newcastle-Krankheit. Erneut trifft es den Landkreis Oder-Spree, wo erst am Wochenende ein neuer Fall bekannt wurde.
Potsdam (dpa/bb) - Die Newcastle-Krankheit breitet sich in Brandenburg weiter aus. Erst am Wochenende wurde im Landkreis Oder-Spree ein neuer Ausbruch in einem Masthähnchenbetrieb bestätigt. Nun ist ein weiterer im gleichen Landkreis hinzugekommen, wie das Landwirtschaftsministerium in Potsdam mitteilte. Betroffen sind in dem neuen Fall etwa 68.000 Tiere, beim bereits am Wochenende bestätigten Ausbruch sind es 75.000.
Außerdem wurde die Newcastle-Krankheit dem Ministerium zufolge im Landkreis Dahme-Spreewald in einem bereits betroffenen Betrieb in einer weiteren Stallanlage auf dem Gelände ebenfalls festgestellt. Insgesamt gab es dem Ministerium zufolge inzwischen 18 Ausbrüche.
Fast alle Vogelarten können infiziert werden
Von der Newcastle-Krankheit wurden zuletzt immer wieder Fälle in Brandenburger Landkreisen bekannt. Sie wird den Angaben zufolge etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen.
Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wildlebenden Tauben nachgewiesen. Die Krankheit ist für Menschen in der Regel ungefährlich. Allerdings kann es bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren zu Bindehautentzündungen kommen. Die Tierseuche brach im Februar erstmals seit 30 Jahren wieder in Brandenburg aus - trotz der in Deutschland geltenden Impfpflicht.