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Berlin & BrandenburgBerlin nimmt 2025 deutlich weniger Geflüchtete auf

19.01.2026, 12:09 Uhr
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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Weniger Geflüchtete, aber weiterhin volle Unterkünfte: Berlin registriert 2025 einen deutlichen Rückgang bei Asylsuchenden. Mit Blick auf die Ukraine sieht es etwas anders aus.

Berlin (dpa/bb) - Im vergangenen Jahr sind erheblich weniger Flüchtlinge nach Berlin gekommen als 2024. Das teilte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mit. Das LAF nahm 2025 insgesamt 14.917 geflüchtete Menschen neu auf, das waren rund 30 Prozent weniger als im Jahr davor (2024: 21.157 Personen).

"Der deutliche Rückgang an Asylsuchenden hat dafür gesorgt, dass vor allem der Bereich Leistungsgewährung spürbar entlastet werden konnte", sagte LAF-Präsident Steffen Weickert. Ab September habe es allerdings einen sprunghaften Anstieg von Geflüchteten aus der Ukraine gegeben, insbesondere von jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, sodass im Ergebnis fast das Niveau des Vorjahres erreicht worden sei.

Viele Asylsuchende aus Vietnam, Moldau und Afghanistan

Bei den Asylsuchenden sanken die Zahlen um rund 44 Prozent: 2025 wurden insgesamt 5.970 Asylsuchende in Berlin aufgenommen, die Erst- oder Folgeanträge stellten. Im Jahr davor waren es 10.749. Die häufigsten Herkunftsländer waren Vietnam, Moldau, Afghanistan, die Türkei und Syrien.

Bei den Geflüchteten aus der Ukraine gab es insgesamt einen Rückgang von rund 14 Prozent: Im Ankunftszentrum Tegel wurden 8.947 ukrainische Geflüchtete für Berlin registriert, 2024 waren es 10.408 Personen gewesen.

Die Unterkünfte sind aber weiter stark ausgelastet: So waren zum Jahresbeginn 2026 rund 38.000 geflüchtete Menschen untergebracht. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 41.400 Personen gewesen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet.

Quelle: dpa

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