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Berlin & BrandenburgBerliner FDP macht Meyer zum Spitzenkandidaten

14.03.2026, 11:43 Uhr
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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Nach dem Wahl-Debakel 2023 ruhen die Hoffnungen der Berliner FDP nun auf Christoph Meyer. Er kennt sich sowohl im Landesparlament als auch im Bundestag aus.

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner FDP-Vorsitzende Christoph Meyer ist Spitzenkandidaten seiner Partei für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September. Auf einem Parteitag in Spandau wurde der 50-Jährige mit breiter Mehrheit auf Listenplatz 1 gewählt. Er erhielt 189 Ja-Stimmen bei 46 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen, wie ein Sprecher mitteilte. Das entspricht einer Zustimmung von 77 Prozent. "Wir werden einen entschlossenen Wahlkampf führen", kündigte Meyer an.

Meyer war Landtags- und Bundestagsabgeordneter

Meyer soll die FDP zurück ins Landesparlament führen. Bei der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl im Februar 2023 war die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Parlament geflogen. Eine Rückkehr dürfte schwer werden: Jüngste Umfragen sahen die FDP in Berlin bei maximal vier Prozent.

Der Jurist Meyer war von 2010 bis 2012 FDP-Landesvorsitzender und ist es seit 2018 wieder. Das Landesparlament kennt er bereits: Von 2002 bis 2011 war er Abgeordneter und von 2009 bis 2011 Vorsitzender der FDP-Fraktion. Von 2017 bis 2025 gehörte Meyer als Abgeordneter dem Bundestag an.

Czaja nicht mehr an Bord

Bei ihrer Wahlversammlung wollten die Liberalen im Tagesverlauf auch ihre Kandidatinnen und Kandidaten auf den anderen Listenplätzen bestimmen. Ein früherer Spitzenpolitiker ist nicht mehr an Bord: Sebastian Czaja hatte vor kurzem angekündigt, aus der Partei auszutreten.

Bei den Abgeordnetenhauswahlen 2016 und 2021 sowie bei der Wiederholungswahl hatte Czaja die FDP als Spitzenkandidat in die Wahlkämpfe geführt. Von 2016 bis 2023 war er auch Fraktionschef.

Quelle: dpa

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