Berlin & BrandenburgBrandenburg kontert Söder-Vorstoß mit Wolfs-Witz

Bayerns Ministerpräsident Söder fordert größere Bundesländer. Das Wolfsland Brandenburg reagiert auf einen spöttischen Instagram-Beitrag mit Humor.
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Staatskanzlei hat mit einer augenzwinkernden Warnung auf die Debatte über Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSD) zu Länderfusionen reagiert. "Noch so'n 'Ding und wir lassen unsere Wölfe frei …", schrieb die Staatskanzlei in Potsdam bei Instagram. Damit antwortete sie auf einen scherzhaften Beitrag des ARD/ZDF-Netzwerks Funk zu den Aussagen Söders. Funk bezeichnete Brandenburg und das Saarland zusammen als "Irrelevanz-Allianz".
Söder hatte zuvor das Zusammenlegen von Bundesländern ins Spiel gebracht. Es könne nicht sein, dass einige Länder kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, hatte der CSU-Chef gesagt. "Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine", argumentierte Söder, deshalb müsse man "die Bundesländerstruktur mit größeren Einheiten versehen".
Eine Debatte um eine Fusion von Berlin und Brandenburg war in der Vergangenheit immer mal wieder aufgekommen. 1996 scheiterte der Plan eines Zusammenschlusses von Berlin und Brandenburg bei einer Volksabstimmung. Beide Länder kooperieren jedoch eng.