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Berlin & BrandenburgDemonstrationen am Frauentag - von gemäßigt bis linksradikal

06.03.2026, 05:51 Uhr
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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Von Protestläufen bis zu Großdemos: In Berlin wollen Tausende am internationalen Frauentag mehr Gleichstellung fordern. Auch Konflikte wegen Palästina spielen in der linken Szene eine Rolle.

Berlin (dpa/bb) - Zum internationalen Frauentag am 8. März sind in Berlin wieder zahlreiche Demonstrationen angekündigt. Nicht nur am Berliner Feiertag, der dieses Jahr auf den Sonntag fällt, sondern auch bereits am Samstag und dann am Montag mit einem "Frauenstreiktag" soll demonstriert werden. Am 8. März gehen in zahlreichen Ländern Frauen für Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung auf die Straße.

Der erste Demonstrationszug startet mit dem Titel "Vorabenddemo zum 8. März" schon am Samstagmittag um 14.30 Uhr auf dem Martha-Ndumbe-Platz, dem früheren Nettelbeckplatz, in Wedding. Angemeldet sind 300 Teilnehmerinnen. Um 18.00 Uhr ist ein "Protestlauf" vom RAW-Gelände in Friedrichshain nach Kreuzberg und wieder zurück mit 150 Teilnehmerinnen angesagt, er richtet sich "gegen Diskriminierung und Ungleichheiten von FLINTA* im und marginalisierten Gruppen im Sport".

Größte Demonstration mit 10.000 Teilnehmerinnen

Weiter geht es am Sonntag um 11.30 Uhr mit der größten Demonstration, die von der Gewerkschaft Verdi und weiteren Gruppen mit 10.000 Teilnehmerinnen angemeldet wurde. Unter dem Titel "feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich" ziehen die Frauen vom Oranienplatz zum Roten Rathaus.

Um 12.00 Uhr beginnt die traditionelle Radfahrt linker und lesbischer Frauengruppen "Purple Ride - Feministisch Fahrrad Demo" mit 2000 angekündigten Teilnehmerinnen. Start und Endpunkt ist der Mariannenplatz in Kreuzberg, die Strecke führt auch durch Mitte.

Ab 13.00 laufen linke und linksradikale Gruppen unter dem Titel "Feminism Unlimited" von der Schönhauser Allee bis zum Rosa-Luxemburg-Platz, 3000 Demonstrantinnen wurden angemeldet. Gefordert wird antifaschistischer und antikapitalistischer Feminismus.

Konflikte in linker Szene zu Palästina

Die Betonung auf internationale linke Kämpfe setzt eine weitere größere Demonstration mit dem Motto "8. März International" und erwarteten 1200 Teilnehmerinnen. Um 15.00 Uhr geht es am Kottbusser Tor in Kreuzberg los und soll an der Reuterstraße in Neukölln enden. Zur Teilnahme wird auch von linksradikalen Gruppen aufgerufen, die "Freiheit für Palästina" fordern und von einer "Revolutionären 8. März Demo" sprechen.

So viele verschiedene linke Frauen-Kundgebungen gibt es auch deshalb, weil Teile der Szene beim Thema Israel und Palästina zerstritten sind.

Angriffe auf Polizei im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr kam es bei zwei Demonstrationen in Kreuzberg, die auch einen Bezug zum Nahost-Konflikt hatten, zu Ausschreitungen durch Demonstrantinnen. Sieben Polizisten wurden den Angaben zufolge verletzt. Die Polizei nahm 28 Demonstranten fest.

Weitere kleinere Demonstrationen mit jeweils 200 Teilnehmerinnen sind am Alexanderplatz, am Gesundbrunnencenter und abends erneut am Mariannenplatz geplant.

"Frauenstreiktag" am 9. März

Für den Montag nach dem 8. März sind erneut viele Demonstrationen angemeldet, meist unter dem Motto "Frauenstreiktag". Die größte findet um 12.00 Uhr am Brandenburger Tor mit 5000 angemeldeten Teilnehmerinnen statt, der Titel lautet: "Globaler Frauen*streik". Man wolle weltweite Bedrohung, Rechtsruck und Angriffe auf Gleichstellungspolitik und Frauenrechte nicht länger hinnehmen und sage: "Genug. Enough. Uns reicht es."

Quelle: dpa

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