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Berlin & BrandenburgDreitägiger Warnstreik in Vivantes Kliniken startet

25.02.2026, 02:01 Uhr
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Streit um Löhne und Altersvorsorge: Beschäftigte der Vivantes Tochterunternehmen wollen die Arbeit niederlegen. Welche Folgen der Streik für Patienten hat.

Berlin (dpa/bb) - An den Vivantes Kliniken wollen Beschäftigte in den frühen Morgenstunden in den Warnstreik treten. Aufgerufen hat die Gewerkschaft Verdi dazu, dass Angestellte aus Gastronomie, Logistik, Reinigung und anderen Bereichen der Vivantes-Tochterunternehmen ihre Arbeit ruhen lassen. Ärzte und Pflegefachkräfte zählen nicht dazu. Der Aufruf gilt bis zum Ende der Nachtschicht am Morgen des 28. Februar.

Patienten müssen damit rechnen, dass planbare Operationen zum Teil verschoben werden, sagte ein Vivantes-Sprecher. Einige der streikenden Beschäftigten sind unter anderem für die Reinigung von Operations-Instrumenten zuständig.

Laut Verdi-Sprecher beginnt der Warnstreik mit der frühesten Frühschicht, an manchen Standorten sei dies ab 5.00 Uhr. Für Donnerstag sei eine zentrale Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus geplant, wenn das Landesparlament zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt. Über eine Notdienstvereinbarung konnten sich Vivantes und Verdi nicht verständigen.

Streit um den Tarifvertrag für Tochterunternehmen

Bei den Vivantes-Tochterunternehmen arbeiten rund 2.200 Beschäftigte. Verdi fordert für sie einen Tarifvertrag, bei dem die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Diensts in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden.

Aktuell verdienen die Beschäftigten der Vivantes-Tochterunternehmen laut Vivantes zwischen 91 und 96 Prozent des Tabellenentgeltes des TVÖD-K. Das Unternehmen hat angeboten, die Tabellenentgelte stufenweise in vier Jahren auf 100 Prozent des TVÖD-Niveaus anzuheben. Doch der Gewerkschaft ist das zu spät. Außerdem gibt es unter anderem Streit über die Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung und Jahressonderzuschläge.

Die Verhandlungen laufen seit Januar. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. März vorgesehen.

Quelle: dpa

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