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Berlin & Brandenburg Gesundheitssystem durch Erkältungsviren und Corona belastet

Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg.

(Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild)

Potsdam (dpa/bb) - Ein erhöhtes Aufkommen von Atemwegserkrankungen - darunter Grippe und Corona - belasten zunehmend Kliniken und Ärzteschaft. In Krankenhäusern und Pflegeheimen in Brandenburg sei es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Corona-Ausbrüchen gekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch im zuständigen Ausschuss mit. Beim betreuenden Personal in Kliniken gebe es regional Einschränkungen, in manchen Einrichtungen könne zeitweise keine Notversorgung angeboten werden. Vor allem die Intensivstationen in den Kliniken seien durch fehlendes Personal schwächer aufgestellt als in den Vorjahren, beschrieb eine Mitarbeiterin des Gesundheitsressorts.

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz liegt seit einer knappen Woche über dem Schwellenwert von 10. Dieser Wert gibt die Zahl der Überweisungen ins Krankenhaus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion an.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz bewegt sich Brandenburg im Bundesländervergleich mit einem Wert von 279,2 im oberen Drittel. Der Referatsleiter für Infektionsschutz, Ulrich Widders, berichtete auch von einer steigenden Tendenz zur Boosterimpfung im Land. Im Vergleich zur Vorwoche wurden 10 600 Auffrischungsimpfungen mehr registriert.

Belastet seien derzeit auch Kinder-und Jugendärzte im Land - verschiedene Erkältungsviren, Influenza und RS-Viren führten zu einem hohen Patientenaufkommen. "Hier haben wir insbesondere bei Kindern unter 5 Jahren Belastungen der oberen und unteren Atemwege", berichtete Widders.

Bislang wurden in dieser Saison 249 Influenza-Fälle in Brandenburg gezählt, im Vorjahr waren es den Angaben zufolge im vergleichbaren Zeitraum 16.

Quelle: dpa

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