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Berlin & Brandenburg Gewerkschaft für Festhalten am Wechselunterricht

Ein leerer Klassenraum. Foto: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

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Berlin (dpa/bb) - Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Kurs des Berliner Senats ausdrücklich begrüßt, bis zu den Ferien am Wechselunterricht festzuhalten. Gleichzeitig forderte sie mehr Personal für Schulen und Jugendämter. Berlins GEW-Vorsitzender Tom Erdmann sagte am Mittwoch, die Gewerkschaft sei froh, dass der Senat auch bei sinkenden Inzidenzwerten nicht vorhabe, die Schulen wieder uneingeschränkt zu öffnen.

In den Schulen habe es wegen der Corona-Pandemie ständig Veränderungen gegeben. "Es wäre gut, wenn nun wenigstens in den letzten Wochen des Schuljahres etwas Ruhe reinkommt", sagte Erdmann. Viele Lehrkräfte und die meisten Schülerinnen und Schüler seien außerdem weiterhin noch nicht geimpft.

Co-Vorsitzende Doreen Siebernik forderte eine bessere Personalausstattung, damit die Folgen der Pandemie langfristig zu bewältigen seien. Das gelte nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch für das Personal in der Schulpsychologie, der Schulsozialarbeit und in den Jugend- und den Gesundheitsämtern. Allein bei den Regionalen Sozialen Diensten der Jugendämter in Berlin seien rund 100 Stellen unbesetzt.

Die Bildungsverwaltung hatte den Schulleitungen am Freitag in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Berliner Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des Schuljahrs wie bisher nur zum Teil in der Schule unterrichtet werden - im Wechsel mit digitalem Lernen zu Hause. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) stellte am Dienstag nach der Senatssitzung in Aussicht, dass es zum neuen Schuljahr wieder Präsenzunterricht geben soll, wenn die Infektionszahlen entsprechend niedrig sind.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-649183/3

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