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Berlin & BrandenburgGiffey: Großes Wachstumspotenzial in Verteidigungsindustrie

17.04.2026, 13:48 Uhr
Wirtschaftssenatorin-Franziska-Giffey-hofft-fuer-2026-auf-ein-Wirtschaftswachstum-in-Berlin-von-1-8-Prozent

Senatorin Giffey will Berlin als Standort für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie etablieren. Dabei helfen soll auch die Investitionsbank - die auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblickt.

Berlin (dpa/bb) - Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sieht für Berlin große Chancen im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. "Wir sehen da wirklich großes Wachstumspotenzial", sagte die SPD-Politikerin bei einem Presse-Termin. Derzeit gebe es 130 Unternehmen aus diesem Bereich in der Stadt sowie mehr als 400 Unternehmen, die an Technik arbeiteten, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden könne.

"Berlin wird nie ein Rüstungsproduktionsstandort sein, aber Berlin ist ein Ort, an dem Technologien entwickelt werden, die auch in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft eine große Rolle spielen", sagte Giffey.

Wirtschaftsförderung der IBB deutlich gewachsen

Für die Stärkung dieser Branche in Berlin setzen Giffey und der schwarz-rote Senat auch auf die Investitionsbank Berlin, die jährlich dreistellige Millionenbeträge für die Wirtschaftsförderung zur Verfügung stellt. Im vergangenen Jahr waren es 497 Millionen Euro - und damit deutlich mehr als im Jahr davor (287 Millionen Euro). 1,9 Milliarden Euro steckte die IBB in die Immobilienförderung.

"Die Bank hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht, allerdings unter Vorzeichen, die schon als sehr herausfordernd bezeichnet werden können", sagte Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender der IBB.

IBB hat konkrete Wachstumsziele

Als Ziel gab Holm aus, schon bald die Marke von 2 Milliarden Euro bei der Immobilienförderung zu übertreffen. Bis 2030 will Holm die Bilanzsumme der IBB auf mehr als 30 Milliarden Euro steigern - derzeit liegt sie bei 24,2 Milliarden Euro.

Haupttreiber auf diesem Weg werde nicht die Verteidigungs- und Sicherheitsbranche sein, sagte Holm. "Haupttreiber sind die energetische Transformation und die Gebäude. Wir werden in den nächsten Jahren immer weit über Bundesdurchschnitt bauen, da bin ich mir sicher", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Quelle: dpa

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