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Berlin & BrandenburgHunderte Autos bei Brandstiftungen beschädigt

14.01.2026, 15:05 Uhr
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(Foto: Christian Sappeck/BLP/dpa)

Wieder brennen Hunderte Autos in Berlin. Oft ist Vandalismus der Grund, aber auch Frustration oder Neid können Auslöser sein. Aber auch politische Motive sieht die Polizei.

Berlin (dpa/bb) - Die Zahl der erfassten Brandstiftungen an Autos in Berlin ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, bleibt nach Polizeiangaben aber auf einem hohen Niveau. Rund 720 Fahrzeuge wurden 2025 (2024: 750) angezündet, zerstört oder durch die Hitze anderer brennender Autos beschädigt, wie eine Sprecherin mitteilte. Zuvor hatte die "B.Z." berichtet.

Nur ein kleiner Teil der Taten geht nach den Angaben auf das Konto von politisch motivierten Tätern. Diese ordnet die Polizei dem Linksextremismus zu. "Die Motivationslage steht hier meist im Zusammenhang mit Antirepression, Antifaschismus und Antimilitarismus", hieß es von der Behörde. Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei 12 solcher Fälle, bei denen 35 Fahrzeuge direkt angezündet und 48 weitere in der Folge zerstört wurden (2024: 24 Fälle, 80 Fahrzeuge).

Nur wenige Täter werden gefasst

Nach der Statistik wurden 407 Autos (2024: 428) aus unpolitischen Motiven angezündet. Gründe können Vandalismus, Versicherungsbetrug oder persönliche Gründe sein. Aber auch "Frustration, Neid, Hass oder Geltungssucht", nannte die Polizei als mögliche Motivation für solche Taten.

Dazu kamen 231 (2024: 264) Autos, die "kollateral betroffen" waren, wie es hieß. Sie standen also in der Nähe der brennenden Autos und wurden durch die Hitze beschädigt. Große Teile moderner Autos sind aus Kunststoff, der bei großer Hitzeeinwirkung nicht lange standhält.

Täter konnte die Polizei nur in einem kleinen Teil der Brandstiftungen fassen. In unpolitischen Fällen wurden 52 Verdächtige ermittelt, im politisch motivierten Bereich keiner.

Quelle: dpa

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