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Berlin & BrandenburgMehr Ausweisungen von Ausländern in Berlin verfügt

25.02.2026, 13:19 Uhr
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Gegen mehr als 600 Ausländerinnen und Ausländern erging im vergangenen Jahr eine Ausweisungsverfügung – ein deutlicher Anstieg. Welche Herkunftsländer besonders betroffen sind.

Berlin (dpa/bb) - In Berlin ist im vergangenen Jahr 639 Ausländerinnen und Ausländern das Aufenthaltsrecht entzogen worden – deutlich mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2024 waren gegen 381 Menschen Ausweisungsverfügungen ergangen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt und die die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte. Im Brandenburg sank die Zahl von 51 ergangenen Ausweisungsverfügungen im Jahr 2024 auf 23 im vergangenen Jahr.

In Berlin waren von der Entziehung des Aufenthaltsrechts vor allem Menschen aus Moldau (75), Georgien (62), Vietnam (48) und der Türkei (45) betroffen. In Brandenburg ergingen 2025 mehrere Ausweisungsverfügungen gegen Menschen aus Vietnam (7), der Ukraine (4) und der Russischen Föderation (3).

Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Betroffene sind dann ausreisepflichtig. Eine Abschiebung ist jedoch erst möglich, wenn auch eine entsprechende Abschiebungsandrohung erlassen wurde.

Deutschland insgesamt hat im vergangenen Jahr 8.232 Ausländerinnen und Ausländern das Aufenthaltsrecht entzogen. Im Vorjahr 2024 waren es 9.277.

Quelle: dpa

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