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Berlin & BrandenburgMehr Energieverbrauch begünstigt Gasag-Umsatz

07.05.2026, 14:59 Uhr
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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Trotz höherer Preise haben Berliner Gasag-Kunden mehr Energie verbraucht. Das führte nicht nur zu mehr Gewinn, sondern auch zu mehr Investitionen.

Berlin (dpa/bb) - Gasag-Kunden in Berlin haben letztes Jahr mehr Energie verbraucht. Laut Jahresbericht des Unternehmens lag der Gasverbrauch bei 14,38 Milliarden Kilowattstunden. Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Demnach hat das Energieunternehmen seinen Gewinn fast verdoppelt: Er stieg von 58 auf 102 Millionen Euro (EBIT), während der Umsatz bei 1,72 Milliarden Euro lag (2024: 1,6 Milliarden). Dabei habe nicht nur der Verbrauch die Einnahmen begünstigt, sondern auch das Wetter, eine stabile Kostenstruktur sowie steigende Gaspreise, teilte die Gasag mit.

Gasag: Mehr Investitionen für Klimaschutz

Bis 2040 soll das Berliner Gasnetz klimaneutral betrieben werden. Das Unternehmen setzt dabei vor allem auf die Umrüstung des Netzes für Wasserstoff. So hat die Gasag nach eigenen Angaben letztes Jahr vor allem in Netze und Infrastruktur investiert, die den CO2-Ausstoß senken sollen. Unterm Strich hat der Gasversorger 184 Millionen Euro investiert. Davon gingen dem Unternehmen zufolge 85 Prozent in Wärmenetze, klimaneutrale Versorgungslösungen, Netzinfrastruktur sowie den Ausbau erneuerbarer Energien.

Gaspreis seit Januar reduziert

Zuletzt hatte das Energieunternehmen seinen Gaspreis reduziert. So kündigte die Gasag an, den Arbeitspreis zum 1. Januar dieses Jahres um 0,34 Cent pro Kilowattstunde in der Grundversorgung zu senken. Für eine durchschnittliche Berliner Wohnung mit einem Verbrauch von rund 12.000 kWh pro Jahr ergebe sich mit der Preissenkung eine Ersparnis von rund 41 Euro, teilte Gasag weiter mit.

Auch bei den Strompreisen stellte die Gasag Entlastungen in Aussicht. Hintergrund seien günstigere Beschaffungskosten und sinkende Netzentgelte.

Die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB), eine Tochter der Gasag, soll das Gasnetz der Hauptstadt noch bis mindestens 2034 betreiben.

Quelle: dpa

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