Berlin & BrandenburgMit 190 km/h und 2,7 Promille: Angeklagter entschuldigt sich

Bei erlaubten 80 Kilometern pro Stunde soll er mit 190 Stundenkilometern über die Autobahn geschossen sein. Kurz darauf kommt es zum Unfall. Ein Motorradfahrer stirbt. Nun hat der Prozess begonnen.
Neuruppin (dpa/bb) - Nach einem tödlichen Unfall auf der A10 vor mehr als drei Jahren hat der 35-jährige Angeklagte zu Prozessbeginn die Hinterbliebenen und Opfer vor dem Landgericht in Neuruppin um Entschuldigung gebeten. Er habe den "Menschen erheblich geschadet" und könne "den Verlust nie wieder gut machen". "Es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht daran gedacht habe, welchen Kummer ich angerichtet habe", sagte er vor Gericht.
Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im August 2022 auf der A10 bei der Gemeinde Mühlenbecker Land (Landkreis Oberhavel) mit über 190 Stundenkilometern und stark alkoholisiert einen Unfall verursacht zu haben.
Bei dem Vorfall starb ein 39-jähriger Motorradfahrer und weitere Verkehrsteilnehmer wurden teilweise schwer verletzte. Es steht der Verdacht eines illegalen Autorennens im Raum. Mithilfe eines Alkoholtests stellte die Polizei damals 2,72 Promille bei dem Angeklagten fest.