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Berlin & BrandenburgMit Kokosnuss und Blumen - Hindu-Tempel öffnet

03.06.2026, 13:35 Uhr
Hindu-Tempel-in-Berlin-Neukoelln-eroeffnet-nach-ueber-zwei-Jahrzehnten

Solche Bauten sind in Deutschland selten: Berlin bekommt einen Hindu-Tempel. Immer wieder wurde die Eröffnung verschoben. Nun geht es los - mit viel Farbenpracht.

Berlin (dpa/bb) - Es ist ein besonderer Tag für die Hindu-Gemeinde in Berlin und bundesweit: Nach gut zwei Jahrzehnten Planungs- und Baugeschichte feiert der Hindu-Tempel an der Hasenheide in Neukölln nun Eröffnung. Bis Sonntag sind dazu jeden Tag unterschiedliche Rituale geplant, um dem Tempel und den Figuren der Gottheiten Leben und Segnung einzuhauchen. Ab Samstag steht er dann für Besucher offen, wie Vilwanathan Krishnamurthy vom Trägerverein erklärt. "Ich freue mich sehr. Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen." Im Tempel seien alle Menschen herzlich willkommen.

Erste Feierlichkeiten mit heiligem Rauch und Kokosnüssen

Stellenweise sieht es noch provisorisch aus. Vor dem Tempeleingang stapeln sich die Schuhe in Regalen. Blumen, Tücher, Öle und andere Utensilien werden hereingetragen. Die Pujari, die indischen Tempelpriester, bauen ein Ritual auf. Unter anderem benötigt: Kokosnüsse. Diksha Barve, Mitarbeiterin im Organisationsteam seit 2019, erklärt: "Die Kokosnuss kann man gänzlich benutzen. Das Wasser, das Fruchtfleisch und auch die Schale. Sie steht für das Ganze." Unter der Kokosnuss wird dann ein kleines Feuer entzündet und der Rauch soll den Tempel heiligen.

In den kommenden Tagen werden die Figuren der Gottheiten durch unterschiedliche Rituale geweiht und an ihre Plätze gebracht. Momentan stehen sie noch auf dem Boden. Das Programm geht jeden Tag von frühmorgens bis zum späten Nachmittag.

Tempelweihe am Sonntag als Höhepunkt

Höhepunkt wird die Tempelweihe am Sonntag sein. Ein Priester gießt dazu mit Hilfe eines Krans nach altem Ritus Wasser aus dem indischen Fluss Ganges und aus Berlin über die Turmspitze des Tempels. Dies soll laut Krishnamurthy die göttliche Kraft symbolisieren, die den Tempel und die zahlreichen Götterfiguren im Inneren von oben in Besitz nimmt. Die Figuren werden bereits vorher in den Tempel gebracht.

Solche Bauten sind in Deutschland vergleichsweise selten. Einen bekannten Tempel gibt es Hamm. Der Tempel in Neukölln ist nach Eröffnung erst der zweite Hindu-Tempel Berlins. Er ist der hinduistischen Gottheit Ganesha, die einen Elefantenkopf hat, gewidmet.

Quelle: dpa

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