Berlin & BrandenburgNach Sieg in Kiel: Füchse hoffen weiter auf Platz zwei

Mit dem Auswärtssieg in Kiel bleibt Platz zwei für die Füchse Berlin in Reichweite. Trainer Krickau betont: "Wir haben das weiterhin in unseren eigenen Händen."
Berlin (dpa/bb) - Viel reden mochte Nicolej Krickau nicht. Der dänische Trainer des deutschen Handball-Meisters Füchse Berlin fasste sich nach dem 35:28-Auswärtssieg bei Rekordchampion THW Kiel kurz: "In erster Linie bedeutet dieser Erfolg, dass wir das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes weiterhin in unseren eigenen Händen haben. Das war das Wichtigste", gab der 39-Jährige zu Protokoll.
Mit 48:12 Punkten liegen die Hauptstädter weiter einen Zähler hinter der SG Flensburg-Handewitt (49:11) auf Platz drei. Momentan haben die Norddeutschen also noch die besseren Karten, was eine direkte Qualifikation für die Champions League angeht. Doch die Füchse wissen: Spätestens am 7. Juni kommt es zum Showdown, wenn die SG zum Saisonfinale in der Max-Schmeling-Halle antritt.
Morgen steht der Gegner im Champions-League-Halbfinale fest
Eine weitere Chance bietet sich dem Krickau-Team über das Final Four der Königsklasse, das eine Woche später am 13. und 14. Juni in Köln auf dem Programm steht. Am morgigen Dienstag erfahren die Berliner, gegen wen es im Halbfinale geht. Zur Auswahl stehen Dänemarks Meister Aalborg HB, der spanische Rekordsieger FC Barcelona sowie der Liga-Rivale und Titelverteidiger SC Magdeburg.
Im Spiel gegen Kiel nahmen die Außen Tim Freihöfer und Hakun West av Teigum sowie Kreisläufer Mijajlo Marsenic viel Last von den Rückraumspielern Mathias Gidsel und Lasse Andersson. "Wir haben das gut adaptiert, und wenn die Wurfquote so stimmt, macht es viel Spaß", sagte der siebenfache Torschütze Freihöfer.
Freihöfer gehört ebenso wie seine Mit-Füchse Matthes Langhoff und Nils Lichtlein zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, die am Freitag in Kopenhagen und am Sonntag in Köln auf Dänemark trifft. Im Kader des Olympia-Siegers, Welt- und Europameisters stehen Gidsel und Andersson. Gidsel soll nur in Kopenhagen spielen, Andersson muss sich Gedanken um seine Zukunft machen. Denn Höj Elite HB, wo er einen Vertrag ab dem 1. Juli unterschrieben hat, ist gerade in die zweite dänische Liga abgestiegen.