Berlin & BrandenburgSicherheit in Tierheim wegen toten Wildvogels verstärkt

Im Tierheim Berlin ist eine tote Graugans entdeckt worden. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit der Vogelgrippe.
Berlin (dpa/bb) - Wegen einer toten Graugans auf dem Gelände des Berliner Tierheims hat die Einrichtung die Sicherheitsmaßnahmen für die dort gehaltenen Vögel erhöht. Die Gans sei vergangenen Samstag auf einem Teich innerhalb des Geländes entdeckt worden, teilte das Bezirksamt Lichtenberg mit. Es seien Proben entnommen worden, die Testergebnisse stünden noch aus.
Institut schätzt Risiko als hoch ein
Hintergrund der Untersuchung ist die angespannte Lage in Zusammenhang mit der für Vögel lebensbedrohlichen Vogelgrippe, wie das Bezirksamt erklärt. Das auf Tierseuchen spezialisierte Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) schätzt das Risiko für Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in Deutschland derzeit als hoch ein.
Unter den Vögeln des Tierheims gebe es bisher keinen verdächtigen Fall, sagte Tierheimsprecher Daniel Zellmer der Deutschen Presse-Agentur. Im Tierheim leben unter anderem Tauben, Papageien und Wellensittiche. "Wir machen jetzt erstmal alles, was nötig ist, um unsere Tiere zu schützen." Die Vögel seien zur Sicherheit eingestallt worden, die Volieren würden abgedeckt. Nun warte man auf das Testergebnis der toten Graugans.
Vorerst keine Vermittlungen
Vermittlungen für Vögel finden laut Zellmer vorerst nicht statt, nur Mitarbeiter des Tierheims können zu den Vögeln. Für die restlichen Bereiche des Tierheims gebe es keine Einschränkungen.