Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgVogelgrippe trifft Putenmast im Osten Brandenburgs

21.01.2026, 14:24 Uhr
Die-Gefluegelpest-trifft-nach-einigen-ruhigen-Wochen-wieder-einen-Betrieb-in-Brandenburg

Neuer Fall der Vogelgrippe: Im Osten Brandenburgs ist eine Putenmast betroffen. 18.000 Tiere werden getötet.

Seelow (dpa/bb) - Nach einem Abflauen der Vogelgrippe-Welle ist die Tierseuche bei einem Putenmast-Betrieb mit 18.000 Tieren im Kreis Märkisch-Oderland ausgebrochen. Die Tiere müssen getötet werden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor bestätigte das Virus, wie das Agrarministerium am Nachmittag mitteilte. Seit Oktober ist es der 16. Vogelgrippe-Fall in Betrieben in Brandenburg.

Die nun betroffene Putenmast liegt laut Kreisverwaltung bei Manschow, einem Ortsteil der Gemeinde Küstriner Vorland, nicht weit von der polnischen Grenze entfernt. Eine Sperrzone mit Auflagen für Geflügelhalter wird eingerichtet.

Landkreis: Tausende Wildgänse an der Oder

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Wildvögel können das hochansteckende Virus H5N1 in große Geflügelbetriebe einschleppen. Derzeit sammelten sich Tausende Wildgänse an der Oder, sagte eine Sprecherin des Landkreises Märkisch-Oderland.

Welle von Ausbrüchen im vergangenen Herbst

Seit Anfang September gab es in Deutschland eine Vielzahl von Geflügelpest-Ausbrüchen in Agrarbetrieben. In Brandenburg mussten im Herbst wegen der Tierseuche bislang um die 200.000 Tiere getötet werden, vor allem Gänse, Enten, Puten und Hühner. Zuletzt mussten im Dezember 26.500 Tiere in einer Hühnerzucht im Kreis Havelland getötet werden.

Quelle: dpa

Regionales