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Hamburg & Schleswig-Holstein 4500 Frauen und Kinder suchen Schutz bei Frauenhäusern

Ein Stofftier liegt vor einer Wand. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Hamburg (dpa/lno) - Rund 4500 Frauen und Kinder haben in den vergangenen fünf Jahren Schutz bei der "24/7"-Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser gefunden. Als zentrale Schnittstelle zwischen von Gewalt betroffenen oder bedrohten Frauen und den Frauenhäusern in Hamburg und Umgebung soll sie die Aufnahme und Vermittlung von Frauen in Frauenhäuser erleichtern. "In der Notaufnahme finden die Frauen einen sicheren Ort, an dem sie individuelle Beratung zu ihren rechtlichen Möglichkeiten und konkrete Hilfe zur Selbsthilfe erhalten", sagte Mitarbeiterin Sylvia Cadera. Auch in Hamburg gehöre Gewalt für viele Frauen und Kinder zu ihrem Alltag - und das unabhängig von Einkommen, Bildung und Gesellschaftsschicht.

Der Standort der Notaufnahme, die 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen der Woche erreichbar ist, ist streng geheim. "Die Arbeitsbelastung in der 24/7 ist enorm. Unser Personalschlüssel ist zu gering, was dazu führt, dass eine Schicht im Alleingang das Telefon betreut, die Aufnahme der Frauen koordiniert, sie berät, und sich wie nebenbei um den Haushalt kümmert", sagte Mitarbeiterin Jana Marx. Die Corona-Pandemie habe die Arbeitsbelastung noch zusätzlich verschärft. Finanziell sei die Einrichtung auf die Unterstützung der Behörden und auf Spendengelder angewiesen.

© dpa-infocom, dpa:210813-99-832317/2

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