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Hamburg & Schleswig-HolsteinBrunnen am Flugplatz Hohn mit Ewigkeitschemikalien belastet

25.02.2026, 14:22 Uhr
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(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Am Flugplatz Hohn sind 31 Brunnen mit PFAS belastet. Überprüfungen ergaben: In sieben Brunnen liegt der Wert über dem Grenzwert – das Wasser sollte nicht getrunken werden.

Hohn (dpa/lno) - 31 Brunnen am Fliegerhorst Hohn (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sind mit sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) belastet. Der Kreis teilte mit, dass die Bundeswehr seit Längerem ihre Militärstandorte auf Altlasten untersuche. 2019 wies man erstmals im Bereich des Feuerlöschübungsbeckens erhöhte PFAS-Werte auf dem Gelände nach. Die Verunreinigungen entstanden vor allem durch den Einsatz von PFAS-haltigem Feuerlöschschaum bei Übungen, der damals noch erlaubt war. Zuvor hatte das "Flensburger Tageblatt" berichtet.

PFAS kommen nicht natürlich vor und überdauern je nach Stoff extrem lange in der Umwelt - daher die Bezeichnung Ewigkeitschemikalien. Sie stehen unter anderem im Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen. Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale werden die Substanzen in einer großen Zahl vor allem in industriellen Produkten und Alltagsgegenständen verwendet - von Anoraks über Pfannen bis hin zu Kosmetik.

Weiterführende Recherchen an dem Flugplatz wurden durch die Bundeswehr in den Jahren 2020 bis 2025 durchgeführt, hieß es. Im vergangenen Jahr lieferten erste verlässliche Daten Hinweise darauf, dass die Ewigkeitschemikalien über das Oberflächenwasser auch außerhalb des Militärgeländes gelangt sein könnten.

Mehrere Brunnen mit PFAS-Werten über Grenzwert

Im November prüfte daher das Gesundheitsamt des Kreises zunächst 20 Brunnen nahe dem Flugplatz, im Dezember folgten über 100 weitere Wasseranlagen in den Gemeinden Lohe-Föhrden, Königshügel, Alt Duvenstedt und Fockbek. Viele Menschen bezögen dort ihr Trinkwasser aus Kleinbrunnen.

Bei den Untersuchungen fanden die Experten in sieben Brunnen PFAS-Werte über dem Grenzwert, in 24 Brunnen darunter. Alle anderen Wasseranlagen waren frei von Ewigkeitschemikalien. Für die Brunnen mit zu hohen PFAS-Werten riet das Gesundheitsamt, das Wasser weder zu trinken noch zum Kochen zu nutzen.

Der Kreis kündigte zudem eine dritte Probenserie an, die 25 weitere Brunnen im östlichen Umfeld des Flugplatzes Hohn umfasst.

Quelle: dpa

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