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Hamburg & Schleswig-HolsteinBürgerschaft will 250.000 Euro für "Cap San Diego" geben

04.02.2026, 13:34 Uhr
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Das größte noch fahrtüchtige Museumsfrachtschiff "Cap San Diego" muss mal wieder aufgehübscht werden. Doch das kostet rund zwei Millionen Euro. Die Bürgerschaft soll nun 250.000 Euro beisteuern.

Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburgische Bürgerschaft will sich am anstehenden Werftbesuch des Museumsfrachtschiffs "Cap San Diego" finanziell beteiligen. Die "Cap San Diego" sei eines der bedeutendsten maritimen Wahrzeichen Hamburgs und ein zentraler Anziehungspunkt für Kultur und Tourismus, erklärten die Regierungsfraktionen SPD und Grüne. Damit das Museumsschiff auch künftig etwa anlässlich des Hafengeburtstags auf Fahrt gehen könne, müsse es im März zur Klasseerneuerung in die Werft.

Werftbesuch kostet zwei Millionen Euro

Die Kosten: rund zwei Millionen Euro. SPD und Grüne wollen dafür nun aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 250.000 Euro beisteuern. Die Bürgerschaft will den Angaben zufolge über den Antrag der Regierungskoalition in der nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch entscheiden.

Die "Cap San Diego" gehöre zu Hamburg wie der Hafen selbst, sagte SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf. "Sie steht für unsere maritime Geschichte, ist ein lebendiges Museum und als größtes noch fahrtüchtiges Museumsschiff der Welt ein ganz besonderer Ort der Begegnung." Getragen werde sie vom großen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen an Bord. "Damit das Schiff auch in Zukunft sicher fahren und für alle erlebbar bleiben kann, ist die anstehende Werftzeit unverzichtbar."

Holzdeck muss erneuert werden

"Es braucht eine gründliche Reinigung und einen neuen Anstrich, damit die einzigartige historische Optik bestehen bleibt", erklärte der kulturpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, René Gögge. Technische Instandhaltungsmaßnahmen seien ebenso notwendig wie eine Erneuerung des Holzdecks.

Der Schiffs-Tüv, bei dem die Klasse erneuert wird, ist alle fünf Jahre fällig. Die "Cap San Diego" liegt seit 2003 an der Überseebrücke im Hamburger Hafen. Normalerweise legt das Schiff mehrmals im Jahr mit bis zu 500 Fahrgästen zu Museumsfahrten ab. Schiffseigner ist die Stiftung Hamburger Admiralität.

"Cap San Diego" transportierte Waren nach Südamerika

Die "Cap San Diego" ist Stiftungsangaben zufolge das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs baugleichen Stückgutfrachtern. Es transportierte von 1962 bis 1981 unter anderem Autos und Maschinen nach Südamerika, auf der Rückreise wurden Kaffee, Öle, Rindfleisch und Textilien geladen.

Quelle: dpa

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