Hamburg & Schleswig-HolsteinDer Norden erlebte den schneereichsten Winter seit 2012

Eisige minus 18,6 Grad und 30 Tage Schnee: Schleswig-Holstein erlebte einen Winter der Extreme – doch beim Sonnenschein hinkt das Land hinterher.
Kiel (dpa/lno) - Mit rund 30 Schneedeckentagen erlebte Schleswig-Holstein den schneereichsten Winter seit 2012. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Am kältesten war es demnach am 11. Januar mit minus 18,6 Grad in Hattstedt (Kreis Nordfriesland). Zum Winterende nahm die Milderung spürbar an Fahrt auf; am 27. Februar konnten Höchstwerte um 16 Grad Celsius gemessen werden.
Trotzdem war der Winter 2025/26 mit einer Temperatur von 1,9 Grad Celsius 1 Grad wärmer als der Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,9 Grad). Mit rund 120 Liter pro Quadratmeter fiel nur gut zwei Drittel der üblichen Niederschlagsmenge (180 l/m²). Der Vergleich mit dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels. In die Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen mit ein.
In puncto Sonnenscheindauer wurde mit 135 Stunden (138 Stunden) die klimatologische Zielsetzung erfüllt. Im Ländervergleich war Schleswig-Holstein jedoch sonnenscheinarm.