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Hamburg & Schleswig-HolsteinDomachse soll über neuen Innenstadt-Park führen

14.07.2026, 15:48 Uhr
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(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Ein neuer Park am Hammaburg-Platz soll das Herzstück einer Promenade zwischen Binnenalster und Hafencity werden. Was die Pläne für Hamburgs Domachse in der Innenstadt vorsehen.

Hamburg (dpa/lno) - Die geplante Promenade auf der Domachse, mit der man in Hamburg die Innenstadt rund ums Rathaus mit der Hafencity verbinden will, soll über einen neuen Park führen. Entstehen soll er im Bereich des Hammaburg-Platzes an der St.-Petri-Kirche, wie aus dem Rahmenplan hervorgeht, den Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) gemeinsam mit Oberbaudirektor Franz-Josef Höing im Rathaus vorgestellt haben.

Demnach soll die Domstraße verschwinden und so die Möglichkeit geschaffen werden, den Platz um 40 Prozent oder 6.500 Quadratmeter zu vergrößern. "Das ist jetzt keine kleine grüne Restfläche", sagte Höing. "Wir bauen einen großen neuen städtischen Park an dieser Stelle."

Neuer Park am Hammaburg-Platz soll "Highlight" werden

Der neue Platz werde das "Highlight" der Domachse, sagte Pein. "Die historische Keimzelle Hamburgs wird zum neuen Treffpunkt in der Innenstadt."

Zudem werde die Möglichkeit geschaffen, an der Hauptkirche St. Petri einen richtigen Kirchvorplatz einzurichten. Auch der historische Alte Fischmarkt am südlichen Ende des Hammaburg-Platzes soll dem Rahmenplan zufolge städtebaulich aufgewertet werden. In der Brandstwiete soll mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden, bevor es über die Kornhausbrücke in die Speicherstadt geht.

Viele Bereiche entlang der Domachse seien bisher noch stark durch den Autoverkehr geprägt und wenig einladend, sagte Tjarks. "Wir teilen den Raum jetzt so auf, dass alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen profitieren und schaffen dadurch mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr und entzerren damit wichtige Verkehrsbereiche, zum Beispiel am Übergang zur Speicherstadt."

Überseequartier erhöht Nutzungsfrequenz auf Domachse

Die Nutzungsfrequenz der Domachse habe sich seit der Eröffnung des Westfield Überseequartier Centers in der Hafencity deutlich erhöht, sagte Pein. Nun wolle man hier eine attraktive, durchgängige Promenade von der Binnenalster bis zur Elbe zu schaffen, die zum Flanieren und Verweilen einlädt.

Unschön unterbrochen wird diese Promenade allerdings weiter durch die Willy-Brandt-Straße, die wichtigste Ost-West-Verbindung für den Autoverkehr in der Stadt. Eine Tunnel- oder Brückenlösung werde es nicht geben, sagte Pein. "Wir haben darauf geachtet, dass das eine realistische Planung ist und wir uns nicht verzetteln auf den Sankt-Nimmerleins-Tag", sagte Höing.

Die Senatorin verwies zudem darauf, dass der Rahmenplan ein informelles Planungsinstrument sei und sich daraus keinerlei Verpflichtungen ergäben. Es solle nur sichergestellt werden, dass "alle, die etwas machen, in die gleiche Richtung laufen".

Quelle: dpa

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