Hamburg & Schleswig-HolsteinEinigung bei Hochbahn-Tarifverhandlungen erzielt

Seit einiger Zeit verhandelten Verdi und die Hochbahn. Nach mehreren Runden wurde eine Einigung erzielt. Was das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet.
Hamburg (dpa/lno) - In den Tarifverhandlungen der Hamburger Hochbahn ist eine Einigung erzielt worden. Das teilten das Verkehrsunternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Abend nach der achten Verhandlungsrunde mit. Zuvor hatten Beschäftigte mehrfach die Arbeit bei Warnstreiks niedergelegt und den Nahverkehr in der Stadt stark beeinträchtigt. Bei den Warnstreiks fuhren kaum Busse und U-Bahnen.
Bei den Verhandlungen ging es um den Mantel- und Entgelttarifvertrag. Der neue Entgelttarifvertrag startet nach Hochbahn-Angaben rückwirkend zum 1. Januar 2026 und hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Der Manteltarifvertrag wirkt ebenfalls rückwirkend ab dem 1. Januar dieses Jahres und endet nach 36 Monaten am 31. Dezember 2028.
Nach Gewerkschaftsangaben bedeutet die Einigung für den Entgelttarifvertrag rückwirkend zum 1. Januar ein Plus von drei Prozent, aber mindestens 130 Euro. Ab dem 1. Januar 2027 sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitere 2,4 Prozent mehr erhalten, mindestens jedoch 110 Euro. Der Manteltarifvertrag sieht demnach unter anderem eine Erhöhung der Jahressonderzahlung vor, wie auch eine fünfzigprozentige Kostenübernahme des Arbeitgebers für das Deutschlandticket.
Gabriel Arndt, Verdi-Verhandlungsführer, sagte in einer Mitteilung: "Es war ein langer Kampf, weil wir zunächst die vom Arbeitgeber angestrebte Minusrunde und viel zu lange Laufzeiten abwehren mussten." Die hohe Streikbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen habe der Tarifkommission den Rücken gestärkt. Saskia Heidenberger, Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite, sprach von einem guten Kompromiss nach sehr anspruchsvollen Verhandlungen.