Hamburg & Schleswig-HolsteinFlasche mit explosiver Pikrinsäure in Hamburg gesprengt

Ein Passant entdeckt eine Flasche am Ufer der Elbe, die ihm verdächtig vorkommt. Feuerwehr und Polizei rücken aus. Warum war der Fund gefährlich?
Hamburg (dpa/lno) - An der Elbe in Hamburg ist eine Flasche mit explosiver Pikrinsäure gefunden und wenig später gesprengt worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, habe ein Passant die Flasche am Falkensteiner Ufer entdeckt und die Feuerwehr benachrichtigt. Das Gelände sei dann weitläufig abgesperrt worden.
Das "Hamburger Abendblatt" berichtete, es habe sich um eine braune kleine Apothekerflasche gehandelt. Die Polizei äußerte sich zu diesem Detail nicht.
Laut dem Sprecher wurde der Inhalt der Flasche vor der Sprengung von der Feuerwehr überprüft. Umliegende Wohnhäuser mussten nicht geräumt worden. Nach der Sprengung wurden alle Sperrmaßnahmen aufgehoben.
Pikrinsäure, die zum Beispiel im Chemieunterricht für Versuche benutzt wird, ist in flüssigem Zustand ungefährlich. Kristallisiert sie, kann sie aber so explosiv werden wie der Sprengstoff TNT. Solche Kristalle können sich durch zu lange oder unsachgemäße Lagerung bilden. Schon das Öffnen des Behälters ist dann gefährlich.