Hamburg & Schleswig-HolsteinHVV-Geschäftsführerin unterstützt Deutschlandticket-Rabatt

Das Deutschlandticket kostet seit Jahreswechsel 63 Euro. HVV-Chefin Korbutt spricht sich dafür aus, das Ticket zeitweise zu vergünstigen.
Hamburg (dpa/lno) - Die Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), Anna-Theresa Korbutt, unterstützt die Forderung nach einem befristeten Rabatt auf das Deutschlandticket. Korbutt sprach sich im NDR für eine zeitweise Senkung des Preises um 30 Prozent aus. Das Ticket würde in dem Fall noch 44,10 Euro kosten. Auf der Karriereplattform LinkedIn begründete Korbutt die Forderung mit den hohen Tankpreisen, die Pendler belasteten.
Derzeit kostet das Deutschlandticket monatlich 63 Euro. Besitzer der Fahrkarte können den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen, Fernverkehrszüge sind aber fast immer ausgenommen.
Der Vorschlag des befristeten Preisnachlasses stammt vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Martin Burkert. "Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen", sagte er der "Bild am Sonntag".
"Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung", sagte Burkert weiter, der auch Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft ist.
Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Deutschlandtickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen - dadurch ist der Preis seit der Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen.