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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburg hat die Wahl - Ende Mai Referendum zu Olympia

14.01.2026, 19:54 Uhr
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Olympia in Hamburg? Am 31. Mai entscheiden die Bürger. Bürgermeister Tschentscher setzt auf ein klares Ja für das Sportgroßereignis. Das sehen die Kritiker von NOlympia ganz anders.

Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Bürgerinnen und Bürger können am 31. Mai entscheiden, ob sie Olympische Spiele in der Hansestadt haben wollen oder nicht. Die Hamburgische Bürgerschaft beschloss am Abend einstimmig den Vorschlag des Senats, ein Referendum abzuhalten. Zudem gab das Parlament knapp 7,2 Millionen Euro für Organisation und Ablauf des Referendums frei.

"Ja" oder "Nein" zu Olympischen Spielen

In dem Bürgerschaftsreferendum zur Abstimmung gestellt werden soll der Satz: "Ich bin dafür, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Austragungsort um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewirbt." Die Antwortmöglichkeiten sind "Ja" oder "Nein".

Kurz vor der Abstimmung im Parlament hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) noch einmal für das Sportgroßereignis geworben. Er sagte am Rande eines Besuchs des Pariser Vize-Bürgermeisters für Sport, Pierre Rabadan, er setze auf ein starkes Votum für Olympische Spiele. "Ich erwarte, dass wir eine Mehrheit bekommen können, und hoffe, dass das Ergebnis möglichst gut wird."

Vize-Bürgermeister von Paris: Spiele 2024 waren großer Erfolg

Rabadan - er hält sich für einen zweitägigen Besuch in der Hansestadt auf - sagte, die Olympischen Spiele in Paris 2024 seien ein großer Erfolg gewesen. "Aber wir sind auch sehr stolz auf die Auswirkungen der Olympischen Spiele bei uns in Paris und in der gesamten Pariser Region." Das klarste Beispiel dafür sei die Tatsache, dass man nun in der Seine wieder baden könne. Das sei lange unvorstellbar gewesen. Gerne sei Paris bereit, sich mit Hamburg darüber weiter auszutauschen.

Bereits am Dienstag hatten sich auch die Gegner Olympischer Spiele in Hamburg in Stellung gebracht. Das Bündnis NOlympia legte unter dem Motto "Hamburg hat etwas Besseres verdient" eine Broschüre mit Argumenten vor, warum Hamburg dringend die Finger von Olympischen Spielen lassen sollte. Diese Punkte reichen von den Kosten der Spiele über den Klimaschutz bis hin zum Gebaren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Ende Januar Start der Unterschriftensammlung

Um die Broschüre mit den Gegenargumenten in die Abstimmungsunterlagen für das Hamburger Referendum zu bekommen, will das Bündnis von Ende Januar an innerhalb von drei Wochen 10.000 Unterschriften sammeln. Bereits am Freitag sei im Centro Sociale um 18.00 Uhr eine Kick-Off-Veranstaltung zum Kampagnenstart geplant.

Das NOlympia-Bündnis war schon 2015 aktiv, als sich beim damaligen Referendum über Olympische Spiele 2024 eine Mehrheit von 51,6 Prozent gegen das Sportgroßereignis in der Hansestadt aussprach. Hauptgrund für das Hamburger Nein waren Analysen zufolge die Kosten, fehlende Finanzzusagen des Bundes und das Geschäftsgebaren des IOC.

Münchner Referendum klar pro Olympia

Neben Hamburg wollen auch Berlin, Nordrhein-Westfalen und München als deutsche Kandidaten für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ins Rennen gehen. München - 1972 bislang einziger deutscher Austragungsort Olympischer Spiele nach dem Zweiten Weltkrieg - hat bereits in einem Referendum für eine Bewerbung gestimmt, NRW will die Bevölkerung Ende April befragen. Berlin plant bislang kein Referendum. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Herbst eine Entscheidung fällen.

Quelle: dpa

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