Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburgs öffentliche Uhren oft aus dem Takt

Tickt Hamburg noch richtig? Das wollte ein CDU-Bürgerschaftsabgeordneter vom Senat wissen und fragte nach, wie es mit Störungen bei den Uhren an Haltestellen und Bahnhöfen aussieht.
Hamburg (dpa/lno) - Pünktlichkeit ist für Fahrgäste von Bahnen und Bussen eine wichtige Sache - doch manchmal zeigen die Uhren an Hamburgs Bahnhöfen und Haltestellen die falsche Zeit, wie aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner hervorgeht.
"Zu viele Uhren an den Hamburger Bahnhöfen ticken nicht richtig", sagte der Verkehrsexperte der Deutschen Presse-Agentur. Dabei seien gerade im öffentlichen Nahverkehr genaue und zuverlässige Uhren für Fahrgäste und für ein komfortables Reiseerlebnis unerlässlich. "Kaum etwas ist so ärgerlich, wie einen Zug zu verpassen, weil irgendwo eine falsche Uhrzeit angezeigt wurde".
Dieses Jahr bereits 27 Uhren-Störungen an Bahnhöfen
Laut der Senatsantwort wurden an den S-, Regional- und Fernbahnhöfen der Deutschen Bahn in diesem Jahr bereits 18 Störungen registriert. Auf den U-Bahnhöfen tickten Uhren demnach in diesem Jahr schon neunmal nicht richtig.
Deutlich weniger Störungen - nämlich in diesem Jahr noch gar keine - wurden der Hochbahn von den Uhren der von ihr betriebenen Bushaltestellen gemeldet. In den zurückliegenden sieben Jahren seien es im Schnitt nur sechs pro Jahr gewesen.
Bei Hochbahn werden Störungen meist schnell behoben
Ziemlich verlässlich wird die richtige Zeit den Senatsangaben zufolge auch an den Bahnhöfen der AKN angezeigt. Im Schnitt viermal pro Jahr seien sie zwischen 2019 und 2025 aus dem Takt geraten.
Was die Fehlerbehebung angeht, geht es an den U-Bahnhöfen und Hochbahn-Bushaltestellen am schnellsten: Die Störungen konnten dort "im Regelfall am nächsten Werktag wieder behoben werden", schreibt der Senat.
Durchschnittlich drei bis fünf Werktage dauert es demnach bei der AKN. Die Deutsche Bahn blieb mit ihren Angaben offenbar eher im Vagen: "Das Ziel ist es, Störungen so schnell wie möglich zu beheben", heißt es in der Senatsantwort.